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Umweltministerium geht von sicherer Finanzierung aus

Förderprogramm für Batteriespeicher startet im Mai

17.04.2013, 13:55

Batteriespeicher
Noch sind Batteriespeicher zu teuer. © Ostfalia Hochschule

Am 1. Mai 2013 soll ein Markteinführungsprogramm für Batteriesysteme zur Speicherung von Solarstrom starten. Die Finanzierung des neuen Förderprogramms sei gesichert, berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft und beruft sich dabei auf das Bundesumweltministerium. Einige Systeme zur Speicherung von PV-Strom sind bereits zu haben, bislang sind sie aber meist noch zu teuer und unrentabel.

Künftig wird der Staat den Kauf neuer Batteriespeicher für Solarstromanlagen mit bis zu 660 Euro pro Kilowatt Solarstromleistung bezuschussen. Im ersten Jahr werden Fördermittel in einem Umfang von 25 Millionen Euro bereitgestellt und von der KfW Bankengruppe vergeben.

Die Nutzung dezentraler Energiespeicher gilt als wichtiger Baustein der Energiewende. Batteriespeicher helfen, das sonnenscheinabhängige Solarstromangebot mittels Zwischenspeicherung an die individuelle Stromnachfrage anzupassen. Sie verringern so auch den Bedarf, die lokalen Stromnetze für die Aufnahme größerer Anteile Erneuerbarer Energien auszubauen.

Die Erzeugungskosten für Solarstrom liegen inzwischen meist unter den Strom-Bezugspreisen vom Energieversorger. Damit lohnt sich für immer mehr Menschen und Betriebe, selbst erzeugten Sonnenstrom auch selbst zu nutzen. In einem Einfamilienhaus mit einer PV-Anlage können Verbraucher in Kombination mit einem lokalen Batteriespeicher ihren externen Strombezug sinnvoll um bis zu 60 Prozent reduzieren, wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) ermittelt hat.

"Wir rechnen mit einer regen Nachfrage. Immer mehr Menschen interessieren sich dafür Strom aus erneuerbaren Quellen kostengünstig selbst zu erzeugen. Sie wollen sicher gehen, tatsächlich auch sauberen Strom zu nutzen. Solarstromanlage und Solarstromspeicher im Doppelpack sind eine hervorragende Klimaschutzgarantie", sagt Günther Häckl, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Solarstrom-Anlagen, die mit staatlich geförderten Speichern kombiniert werden, müssen ihre Leistung für die gesamte Vergütungsdauer auf 60 Prozent der Anlagenleistung reduzieren. Damit tragen die Anlagenbetreiber dazu bei, dass Produktionsspitzen vermieden werden. Die Verteilnetze müssen nicht mehr auf die maximale Einspeisung der Solarstrom-Anlagen ausgelegt werden. Das spart Leitungskapazitäten, weniger neue Stromleitungen müssen verlegt werden.

Das Interesse an Batteriespeichern besonders bei Betreibern von kleinen Solarstrom-Anlagen bis 10 Kilowatt Anlagenleistung, die sich typischer Weise auf Ein- oder Mehrfamilienhäusern finden, sei groß, so der BSW. Das zeige eine Umfrage bei Anbietern von Speichern für Solaranlagen, die der Verband Ende 2012 durchgeführt hat. Gut jeder zweite Fotovoltaik-Neuinvestor und jeder dritte Anlagenbetreiber zeigt darin Interesse an Batteriespeichern. Doch der Absatz spiegelte das bislang nicht wider. Das größte Hindernis für den Verkauf von Batteriespeichern waren bislang noch hohe Investitionskosten. Quelle: BSW / pgl

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Kommentare zur Meldung

Kommentare 1 - 1 von 1.

Palmen - 23.04.2013, 11:10

Batteriespeicher - Wenn damit Akku-Lösungen gemeint sind, gehören schon zur alten Technik. Z. B. hat die Firma MRT-Energy schon Brennstoffzellenlösungen zusammen mit dem Frauhoferinstitut entwickelt und auf den Markt gebracht.

...und auch gleich dazu Hybrid-Tanksysteme für Strom und Wasserstoff in Vorbereitung.

Jedem seine eigene Tankstelle statt nur Batterielösungen.

 

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