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EU-Gebäude-Richtlinie soll Standard werden

Eurosolar fordert Nutzung regenerativer Energien

25.05.2011, 00:00

Ausschnitt einer Stadtansicht aus der Vogelperspektive.
Sanierung wie im Rintheimer Feld in Karlsruhe bietet Raum für Erneuerbare. © Volkswohnung

Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien Eurosolar stellt neue Maßnahmen für die Förderung des energetischen Städtebaus und -umbaus vor. Sie umfassen auf der Basis erneuerbarer Energien die Stärkung von Stadtwerken sowie die systematische Durchführung von Potentialanalysen für Stadt- und Gemeindeteile, Kommunen und Regionen.

Zum einen soll die Solararchitektur durch sofortige Umsetzung der EU-Gebäude-Richtlinie als Standard eingeführt werden. Eurosolar fordert zudem den ordnungsrechtlichen Mindeststandard von 100 Prozent erneuerbarer Energien im Neubau, der von Planern und Architekten bei der Gestaltung von Solarsiedlungen berücksichtig werden muss. Außerdem will Eurosolar regenerative Energien im Gebäudebestand verpflichtend einführen. Vorbild sind die Marburger Solarsatzung und das Erneuerbaren-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg. Zudem soll das CO2-Gebäudesanierungsprogramm unbegrenzt weiterlaufen.

Eine weitere Forderung der Eurosolar ist die Erweiterung des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt. Hier geht es im Besonderen um die Senkung der Energiekosten in Stadt- und Gemeindeteilen, in denen der hohe Energieverbrauch zu sozialen Problemen führt.

Bis 2015 sollen eine Million Blockheizkraftwerke (BHKW) 20 Großkraftwerke ersetzen und durch Kraft-Wärme-Kopplung den Verbrauch von Erdgas in Heizungsanlagen mindern. BHKWs, die mit Erdgas betrieben werden, dürfen nur noch dann gebaut werden, wenn sie sowohl Strom als auch Wärme produzieren und die Anwendung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes bei der Wärmeabnahme sichergestellt ist. Dazu muss das Bundesimmissionsschutzgesetz geändert werden. tbe

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