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Dresdner Forscher zeigen großes organisches Fotovoltaikmodul

EU PVSEC zeigt Trends in Forschung und Produktion

30.08.2010, 10:16

Messegelände Valencia
Valencia steht vom 6.-10. September 2010 im Mittelpunkt der Solarbranche. Bild: EU PVSEC

Eine Leistungsschau für Forschung, Produktion und Entwicklung der Solarunternehmen und Forschungsinstitute ist die Kongressmesse EU PVSEC, die am am 6. September 2010 im spanischen Valencia ihre Pforten öffnet.

Einige Unternehmen zeigen in Spanien leistungsfähigere Fotovoltaik-Module. So präsentiert Centrosolar das neue 54-Zell-Modul. Es kann von einer Person montiert werden. Durch ein verändertes Layout der Zellmatrix sei die Leistungsausbeute höher, so das Unternehmen. Die Module erreichen eine Leistung von bis zu 225 Watt. Sie sind breiter und kürzer und dadurch statisch optimiert und verwindungssteifer. Das geänderte Format soll zudem geringere Montagezeiten ermöglichen.

Mage Powertec hat in Valencia Großmodule mit 265, 270 und 275 Watt Nennleistung im Programm. Die Module eignen sich besonders für Großprojekte auf Freilandflächen sowie für große Dach- und Fassadenanlagen und erreichen einen Zellwirkungsgrad von 15,72 Prozent. Die Nennleistung werde aufgrund der nach oben ausgelegten Toleranz in jedem Fall erreicht oder sogar überschritten, so das Unternehmen.

Schott Solar und Solland Solar haben eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet, die Lizenzvereinbarungen, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und Fertigung von Rückkontakt-Solarmodulen umfasst. Da es bei dieser Technologie weniger Beschattungsverluste bei den Solarzellen gibt und Widerstandsverluste minimiert werden, könne eine deutlich höhere Effizienz erreicht werden, so die neuen Partner. Bis 2011 soll die Serienproduktion von Modulen mit einer Effizienz von bis zu 16 Prozent auf Modulebene erfolgen.

An der Kostenschraube wollen die Forscher des Fraunhofer Instituts für Photonische Mikrosysteme in Dresden drehen. Sie setzen dabei auf organische Solarzellen. Sie werden in Valencia erstmals ihr großflächiges Solarzellenmodul auf der Basis organischer Solarzellen zeigen. Die Zellen basieren auf orga­nischen Molekülen, die im Hochvakuum verdampfbar sind. Zur Herstellung der So­larzellen werden die Moleküle im Vakuum auf ein transparentes leitfähiges Substrat, wie zum Beispiel leitfähig beschichtetes Glas oder Folie, abgeschieden.

"Der einfache Herstellungsprozess und die Verwendung von preiswerten Materialien ermöglichen eine äußerst kostengünstige Fertigung organischer Solarmodule. Im Prinzip wird das leitfähige Substrat laserstrukturiert, anschließend im Vakuum mit den organischen Materialien und einer Metallelektrode beschichtet und verkapselt. Mehr ist nicht notwendig und eine monolithische Verschaltung von Einzelzellen zum Modul fällt dabei quasi gratis ab", erläutert Institutsleiter Professor Karl Leo. Durch den modularen Ansatz sei eine einfache Skalierbarkeit zu größeren, kundenspezifischen Systemen gegeben.

Das Produkt der Dresdner wurde im Rahmen einer Technologieinitaitve für organische Fotovoltaik des Forschungsministeriums gefördert. Zu deren Zielen gehört es, flexible Substrate direkt mit Kunststoff-Solarzellen zu bedrucken und durch eine geeignete Wahl der Materialien die Entsorgung und das Recycling der Bauelemente über den Hausmüll zu ermöglichen. Angestrebt wird auch der Einsatz von Organischen Solarzellen in der Bauindustrie, wo sie künftig auf Dächern, Fassaden oder sogar Fenstern Strom erzeugen könnten. Voraussetzung für solche Anwendungen sind deutlich bessere Wirkungsgrade, eine wesentlich höhere Lebensdauer der Bauelemente sowie geringere Herstellungskosten.

Während die Dresdner Forscher aus den Labs berichten und einen Blick in die mögliche Zukunft der Fotovoltaik erlauben, beschäftigt sich ein Diskussionforum der Manz Automation AG mit den Technologien der Gegenwart und behandelt Dünnschicht-Technologien. Über die Zukunftspotentiale und neuesten Forschungsergebnisse der solaren Dünnschicht spricht Michael Powalla für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg. Bernd Sprecher, Geschäftsführer Würth Solar und Bernhard Dimmler, Geschäftsführer von Würth Elektronik Research erläutern den Weg der CIS Technologie und geben praktische Einblicke in den Betrieb ihrer CIS-Fabrik. Pia Grund-Ludwig

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