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Hersteller überbieten sich mit besseren Wirkungsgraden

EU PVSEC startet mit Rekordmeldungen für Solarmodule

21.09.2009, 13:12

Plakatausschnitt zur Konferenz
Trends in der Solartechnik sind Thema der EU PVSEC. Bild: EU PVSEC

40.000 Besucher werden vom 21. bis 25. September 2009 bei der Kongressmesse EU PVSEC erwartet. Im Mittelpunkt stehen Bestrebungen, die Ausbeute von Fotovoltaikzellen zu erhöhen sowie Lösungen zur Dachintegration.

Mit zwei Ankündigungen "made in Germany" beginnt der erste Tag. Q-Cells hatte bereits im Vorfeld monokristalline Solarzellen mit einem höheren Wirkungsgrad angekündigt. Monokristalline Fotovoltaikmodule zählen zu den Solarmodulen, die sehr aufwändig hergestellt werden. Sie werden aus Einkristall-Siliziumwafern gesägt. Der Wirkungsgrad der neuen Module soll bei 17,4 Prozent liegen.

Nun legte das Unternehmen aus Bitterfeld auch bei multikristallinen Zellen nach. Diese sollen 2010 auf den Markt kommen und einen Wirkungsgrad von 15,9 Prozent haben. Multikristalline Zellen kosten weniger, haben aber dafür eine geringere Sonnenausbeute. Das wollen die Bitterfelder mit den jetzigen Produkten ändern. Sie wurden bereits auf eine Leistung von 249 Watt getestet. Bis zur Markteinführung im nächsten Jahr geht Q-Cells von weiteren Verbesserungen aus.

"Die jetzt erzielten Wirkungsgrade sind erst der Anfang", so Vorstandsvorsitzender Anton Milner. Vor allem gegenüber Herstellern aus Niedriglohnländern verbessere man mit solchen Produkten die Wettbewerbsfähigkeit, sagte Milner. Damit reagiert er auf die Debatte um chinesische Hersteller, die laut einer Studie der LBBW nicht nur beim Preis, sondern auch bei der Technologie gut abschneiden.

Sharp zeigt in Hamburg erstmalig das aktuelle Dünnschicht-Modul der zweiten mikroamorphen Generation: Das 1,42 qm große NA-F135(G5) weist einen von 9 auf 9,5 Prozent gesteigerten Wirkungsgrad auf. Schon für 2010 strebt Sharp einen stabilisierten Modulwirkungsgrad von 10 Prozent für Dünnschicht-Fotovoltaikmodule an.

Auch Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben neue Verfahren und Zellkonzepte entwickelt, die die Energieausbeute von Solarzellen auf Siliziumbasis erhöhen soll. Sie verwenden dazu Fotovoltaikzellen auf N-Typ-Basis. N-Typ-Basis bedeutet, dass das Substratmaterial der Zelle ein N-Leiter ist. Der Prototyp erreichte nach Berichten der Forscher über 23 Prozent Wirkungsgrad. "Die meisten kommerziellen Silicium-Solarzellen haben heutzutage eine P-Typ Basis", sagt Gruppenleiter Martin Hermle vom Fraunhofer ISE.

"Das für die am ISE entwickelten Solarzellstrukturen verwendete N-Typ Silicium hat für die fotovoltaische Stromgewinnung günstigere Eigenschaften wie eine hohe Toleranz gegenüber den meisten Verunreinigungen", so Hermle weiter. Für die Praxis bedeute das entweder eine höhere Effizienz oder geringere Herstellungskosten, da man mit preisgünstigem Silicium arbeiten könne.

Doch nicht nur die Module, auch deren Integration in Dachflächen ist ein Thema der Hamburger Tagung. Soleos zeigt das Indachsystem Integreos. Dabei werden Standard-Fotovoltaik-Module als wasserführende Schicht verwendet. Das Unternehmen garantiert erhöhte Wasserdichtigkeit durch spezielle Rinnen unter den Modulen, die Tropfwasser ableiten können. Das italienische Unternehmen System Photonics will die komplette Fassade für die Stromerzeugung mit Sonnenenergie nutzbar machen. In Hamburg stellen die Italiener erstmals ihre neuen Module für durchgängige oder hinterlüftete Hausfassaden vor. Schott Solar zeigt Details der Indax-Modulserie. pgl

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