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Gute Absätze mit Fotovoltaik im vierten Quartal 2011

Einspeisevergütung sinkt 2012 deutlich

10.01.2012, 08:13

Die starke Nachfrage nach Solarstrom-Anlagen im vergangenen Jahr sorgt schneller als erwartet für sinkende Fördersätze für neue Solarstrom-Anlagen. Die Nachfrage nach neuen Solarstromanlagen hat sich 2011 erstmals stabilisiert, wenn auch auf hohem Niveau. Deshalb kommt es allein in diesem Jahr nach geltendem Gesetz zu einer Reduzierung um 27,7 Prozent bei der Einspeisevergütung. Unter der schwarz-gelben Bundesregierung wird die Solarförderung damit binnen zweieinhalb Jahren nahezu halbiert.

Konkret wird die Solarförderung 2012 in zwei Schritten gekürzt: um 15 Prozent zum 1. Januar 2012 und voraussichtlich um weitere 15 Prozent zum 1. Juli 2012. Insgesamt reduziert sich die Förderung in 2012 doppelt so stark wie 2011.

Mit Vergütungszahlungen zwischen 17,94 Cent und 24,43 Cent pro Kilowattstunde erreicht die Förderhöhe für neue Solarstrom-Anlagen in allen Klassen damit das Preisniveau privater Stromtarife in Deutschland. Zum 1. Juli werden sie voraussichtlich auf 15,25 Cent bis 20,77 Cent sinken. "Die gesetzliche Kostenbremse greift. Neu installierte Fotovoltaik-Anlagen haben künftig nur noch einen geringen Einfluss auf die Verbraucherumlage für Erneuerbare Energien", erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

Der Anteil der Fotovoltaik am deutschen Stromverbrauch wird 2012 auf über vier Prozent steigen. Der Branchenverband BSW erwartet bei moderater Weiterentwicklung einen Beitrag von über zehn Prozent im Jahr 2020.

Der starke Zubau 2011 war ohne umfangreiche Investitionen in die Netzinfrastruktur möglich, da Solarstrom verbrauchernah erzeugt wird. Eine Überlagerung verschiedener Effekte hat dazu beigetragen, dass die starke Reduzierung der Förderung 2011 nicht zu einem Rückgang der Nachfrage führte: Deutlich gesunkene Preise für Solarmodule und schlüsselfertige Solarstrom-Anlagen, milde Witterungsverhältnisse im Dezember, die im Herbst angekündigte Absenkung der Förderung zum Jahreswechsel in Höhe von 15 Prozent sowie die von Teilen der Politik geschürte Angst vor einer Kappung der Solarförderung. Darüber hinaus hat möglicherweise die durch die Eurokrise begünstigte Flucht in Sachwerte auch den Ausbau der Solarenergie beeinflusst.

Die Lage innerhalb der Branche bleibe vor dem Hintergrund weltweiter Überkapazitäten, eines harten internationalen Wettbewerbs und der starken Förderkürzung dennoch angespannt. Trotz einer stabilen Nachfrage in Deutschland und einigen Auslandsmärkten bleiben Umsatz und Ergebnis 2011 hinter den Erwartungen vieler Unternehmen zurück.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft / pgl

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Kommentare zur Meldung

Kommentare 1 - 1 von 1.

Bernhard Bauer-Ewert - 22.01.2012, 09:23

Es mag skandalös klingen: "Förderung nahezu halbiert...". Aber von Juni 2009 bis Dezember 2011 entwickelte sich der mittlere Spotmarktpreis der Module (über alle Typen ohne Gewichtung gerechnet) auf etwa 40 Prozent, fiel also stärker. Gut, dass das EEG seit fast 20 Jahren PV zu einer erschwinglichen Technologie machte. Die Anpassung der Förderung an Preisentwicklung ist aber gerechtfertigt. Mittlerweile müsste vor allem mehr Anreiz für Gebäudesanierungen geschaffen werden!

 

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