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First Solar spricht von Wettbewerbsverzerrung

Einige Solarunternehmen fordern Cadmium-Verbot

24.05.2010, 06:06

Unternehmen der Solarindustrie, darunter Bosch, Photovoltech, REC, Solarworld und Wacker Chemie, haben die EU-Kommission aufgefordert, das Schwermetall Cadmium in der gesamten Fotovoltaik-Branche zu verbieten. Bislang gibt es Ausnahmen. Mit Cadmium wird vor allem bei Dünnschicht-Modulen gearbeitet. Sollte die Solarbranche wie bisher vom Cadmium-Verbot ausgenommen bleiben, "würde bis zum Jahr 2020 eine unkontrollierbare Menge mehrerer Tausend Tonnen toxischer Schwermetalle in Fotovoltaik-Produkten über die ganze Europäische Union verteilt werden", so die Erklärung.

Konkurrent First Solar, der einen Vorsprung bei der Produktion von CdTe-Dünnschichtmodulen hat, wittert den Versuch, dies durch EU-Umweltrecht zunichte zu machen. Vor allem amerikanische und chinesische Unternehmen sind in diesem Markt aktiv. Abound Solar steht vor dem Ausbau der Produktionskapazitäten, PrimeStar, Solexant, Wakonda, Sunovia, Willard & Kelsey, and Xunlight26 stehen ebenfalls in den Startlöchern. Auch die deutsche Qcells-Tochter Calyxo arbeitet mit Produkten auf Cadmium-Basis. Die Unterzeichner des Papiers setzen dagegen auf Silizium.

First Solar produziert auch in Deutschland. Ein Modul von First Solar enthält nach Firmenangaben rund sieben Gramm Cadmiumtellurid. Die Gefahrstoffdatenbank der Länder (GDL) stuft Cadmiumtellurid als Stoff ein, "von dem akute oder chronische Gesundheitsgefahren" ausgehen. Der Stoff ist umweltgefährlich, heißt es weiter. First Solar weist auf sein kostenloses Recycling-Angebot hin. Auch hätten Tests ergeben, dass Cadmiumtellurid bei Modulbruch oder Hausbrand nicht in die Umgebung austreten könne. Besonders bei Cadmiumtellurid werde die Gefahr diskutiert, welche Stoffe beispielsweise entstehen, wenn die Module brennen. Das sei noch nicht abschließend geklärt, so eine Studie zur nachhaltigen Fotovoltaik-Produktion von Murphy and Spitz. pgl

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