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Konarka verkleidet die Firmenzentrale mit Organik-Modulen

Dyesol fertigt großes Organik-PV-Modul

19.06.2011, 00:00

Zwei Meldungen zu organischen Solarmodulen auf Basis von Kohlenwasserstoffen anstatt Silizium zeigen Fortschritte. Fotovoltaik-Module aus Kunststoff gelten als eine der Technologien der Wahl für gebäudeintegrierte Fotovoltaik. Tata Steel und Dyesol haben das nach eigenen Angaben weltgrößte farbsensitive Fotovoltaikmodul realisiert. Konkurrent Konarka hat eine halbtransparente Fassade an einem Hauptsitz mit organischen PV-Modulen versehen. 

Einen Schritt, der aus ihrer Sicht einen Durchbruch bedeutet, haben Tata Steel und Dyesol gemeldet. Sie haben im nordwalisischen Shotton das weltweit größte farbstoffsensibilisierte Fotovoltaikelement mit einer Länge von über 3 Metern und einer Fläche von einem Quadratmeter produziert. Das belege das Potential für die Produktion von Stahlbändern, auf die eine farbstoffsensibilisierte, fotovoltaische Beschichtung aufgedruckt wurde. Mit der Herstellung einer durchgehenden Länge beschichteten Stahls statt einzelner, miteinander verbundener Zellen bringe dieser Schritt beide Unternehmen dem Ziel näher, ein Fertigungsverfahren zu entwickeln, das lange Dachelemente mit integrierter, farbstoffsensibilisierter Fotovoltaikfunktion produzieren kann.

"Die  Werkstoffe und Verfahren erweitern den Prozess von der Produktion einzelner Zellen in Richtung auf eine laufende Fertigung, bei der, von der Rolle, Längen fertiger Module produziert werden, die für Dachanwendungen ideal geeignet wären", sagte Mikael Khan, leitender Wissenschaftler von Dyesol UK.

 

Farbstoffsensibilisierte Fotovoltaikelemente kommen auch mit diffusem Licht und hohen Temperaturschwankungen zurecht. Sie liefern allerdings weniger Ertrag als Silizium-Module. Wenn es gelingt, sie auf Stahldachverkleidungen aufzudrucken, könnte man sie aber billig in großen Volumen produzieren und in Gebäudehüllen integrieren.

 

Konkurrent Konarka hat bekanntgegeben, dass man einen großen Glasvorhang aus halbtransparenten Solarpaneelen an den Ost- und Südseiten seines Firmengebäudes in Lowell, Massachusetts angebracht habe. Auch Konarka setzt auf die Gebäudeintegration seiner Produkte. Das Unternehmen konnte für einzelne Zellen einen Wirkungsgrad von 8,3 Prozent nachweisen. pgl

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