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100 Arbeitsplätze weniger in Frankfurt/Oder

Conergy stellt Fertigung von Wafern und Zellen ein

13.09.2011, 00:15

Der Hamburger Solarspezialist Conergy konzentriert sich in seinem Werk in Frankfurt (Oder) künftig auf die Modulproduktion und stellt die Wafer- und Zellfertigung bis auf weiteres ein. 100 Arbeitsplätze fallen weg.

Mit dem geplanten Umbau könne Conergy sein Werk in Frankfurt (Oder) auch im harten Marktumfeld künftig wettbewerbsfähig und profitabel betreiben, erklärte das Unternehmen. "Der Aufbau von Überkapazitäten, vor allem bei asiatischen Herstellern, macht der Branche derzeit zu schaffen", so Conergy Vorstand Sebastian Biedenkopf." Dies habe allein im ersten Halbjahr 2011 einen Preissturz von über 30 Prozent bei Fotovoltaik-Zellen und von über 20 Prozent bei Modulen zur Folge gehabt. Mit der geplanten Fokussierung auf die Modulproduktion will das Unternehmen das Kostenproblem lösen, dort sind die Margen besser als bei Wafern und Solarzellen. Der European PV Markets Report geht von einem weiteren Preisverfall auch für Module aus. Das führt aus Sicht der Hersteller zu einem Teufelskreis: Die Kunden warten auf weiter sinkende Preise und üben sich in Kaufzurückhaltung, volle Lager drücken dann noch weiter auf die Preise. 

Im Zuge des geplanten Umbaus der Fabrik beabsichtigt Conergy, 100 Festangestellte zu entlassen. Rund 100 Mitarbeiter aus den betroffenen Bereichen Wafer und Zelle will das Unternehmen in die jetzt zu stärkende Modulproduktion übernehmen und ihnen dort neue Jobs anbieten. Auf Leiharbeitnehmer würde das Unternehmen in der Fertigung dann verzichten. Conergy-Vorstand Alexander Gorski dazu: "Der jetzt geplante Umbau ist ein harter, aber leider auch notwendiger Schritt. Die Fokussierung auf unsere Modulproduktion reduziert die Fixkosten im Werk erheblich. Zudem macht uns dieser Schritt unabhängiger von Markt- und Währungsschwankungen. So macht Conergy sein Werk in Frankfurt (Oder) nicht nur profitabel, sondern sichert auch die verbleibenden rund 350 Arbeitsplätze langfristig ab."

Die Zellen für seine Module will das Unternehmen ab Dezember 2011 von namhaften externen Lieferanten beziehen, mit denen das Unternehmen bereits zusammen arbeitet. Angesichts der starken Volatilität des Fotovoltaikmarktes will Conergy die Flexibilität einer eigenen Wafer- und Zellfertigung für die Zukunft jedoch nicht gänzlich aufgeben. Deshalb sollen diese Bereiche nicht endgültig geschlossen werden. Bestehende Aufträge wickeln die Hamburger außerdem regulär ab. Zudem wird Conergy die Wirtschaftlichkeit beider Bereiche entlang der Marktentwicklung weiter laufend überprüfen. Sollten Veränderungen im Markt eine Fertigung in einem oder beiden der Bereiche wieder wirtschaftlich machen, sichert sich das Unternehmen mit diesem Modell die Möglichkeit einer zeitnahen Wiederaufnahme. Hierfür werden die Maschinen entsprechend vorbereitet.

Quelle: Conergy / pgl

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