RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Solar & Geothermie » Aktuelles » Artikel » BSW will KWK-Förderung nur noch in der Heizperiode

Wärmeeinkoppelung aus großer Solarthermie soll einfacher werden

BSW will KWK-Förderung nur noch in der Heizperiode

07.07.2015, 08:45

Projekt zur solaren Nahwärme in Crailsheim
Solare Nahwärme wie hier in Crailsheim soll besser mit KWK-Wärme konkurrieren können. © Solites

Der Bundesverband Solarwirtschaft möchte erreichen, dass im Rahmen der Novelle des KWK-Gesetzes die Förderung der KWK-Anlagen, die in Wärmenetze einspeisen, auf die Sommermonate beschränkt wird. Das soll den Marktzugang für Solarwärme aus großen solarthermischen Anlagen erleichtern.

Ziel sei kein neuer Fördertatbestand. Solarthermie solle vielmehr da gesetzt werden, wo sie wirtschaftlich konkurrenzfähig ist, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW). Damit wendet er sich aber auch gegen die Erhöhung des Förderdeckels für KWK auf 1,5 Milliarden Euro, den Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel angekündigt hat. Er beobachte ohnehin, dass sich mit der Zuständigkeit des Wirtschaftsministeriums für die Wärmeerzeugung der Fokus von Erneuerbaren hin zu Effizienz verschoben habe, so Körnig.

"Undifferenzierte KWK-Förderung verzerrt Wettbewerb"

Fossil betriebene KWK-Anlagen erhielten derzeit auch dann eine Zulage, wenn im Sommer der Wärmebedarf niedrig ist, kein zusätzlicher Strombedarf bestehe und eigentlich kostengünstige erneuerbare Energien zur Verfügung stünden, moniert der BSW. "Diese undifferenzierte Förderung des Stroms aus KWK-Anlagen führt zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen: Der Betrieb der KWK-Anlagen refinanzierte sich in der Vergangenheit oft bereits aufgrund der Förderung des KWK-Stroms, die Wärme kann dann günstiger angeboten werden als die Wärme aus erneuerbaren Energien", so der Verband.

Vorbild einer Einbindung von Solarthermie in Wärmenetze ist aus Sicht des BSW Dänemark. Dort sind 63 Prozent der Haushalte an Wärmenetze angeschlossen, in Deutschland 12 Prozent. Es gehe aber nicht um einen Anschlusszwang etwa für Neubaugebiete, betonte Carsten Körnig. Ziel des Vorstoßes sei es vielmehr, in die bestehenden Fern- und Nahwärmenetze mehr Wärme aus Solarthermie einzukoppeln.

Seite 1 von 2
Blättern  1 2 Weiter

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

Kommentare zur Meldung

Kommentare 1 - 1 von 1.

dietmar Spiegel - 14.07.2015, 20:49

Warmwasser im Sommer? Lieber doppel gemoppelt? So betreibt man keine effiziente und glaubwürdige Solarpolitik. Was fehlt wirklich? Smart Grids - MfG - Dietmar Spiegel

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner