RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Solar & Geothermie » Aktuelles » Artikel » Bohrkrone soll Geothermieschäden minimieren

Landau will Geothermie-Kraftwerk stilllegen

Bohrkrone soll Geothermieschäden minimieren

04.04.2014, 06:00

In Rudersberg im schwäbischen Rems-Murr-Kreis hatte sich in einer Neubausiedlung die Erde nach Geothermiebohrungen gehoben. Ein komplett neues Verfahren zur Entfernung der Bohrsonde soll weitere Schäden verhindern. Der Stadtrat von Landau fordert unterdessen, nach Erdhebungen dort die Geothermieanlage stillzulegen.

In Rudersberg gilt als Ursache für die Schäden eine defekte Sonde. Um die wieder aus dem Boden zu holen wurde eine spezielle Bohrkrone entwickelt, berichtet die Südwestpresse. Die Bohrkrone soll verhindern, dass weiteres Wasser in die anhydriathaltige Gesteinsschichten eindringt und diese zum Quellen bringt. Dazu wird die Krone nicht in den Boden gerammt, sondern vorsichtig eingedreht. Gleichzeitig verfolgt das Landratsamt als Alternative, die kaputte Sonde mit einem Minibagger zu entfernen. Dazu wird ein Schacht gegraben. Die Sanierung muss das Unternehmen bezahlen, das beim Bohren im Jahr 2007 gepfuscht haben soll. Die Kosten für die Bergung werden auf zwischen 100.000 und 300.000 Euro geschätzt.

Nach den Vorkommnissen in Rudersberg hat das Umweltministerium in Baden-Württemberg strenge Qualitätskriterien für Geothermiebohrungen vereinbart. Er sei für Geothermie, betont Minister Franz Untersteller. Wenigen Schäden stünden 30.000 unauffällige Sonden allein in Baden-Württemberg entgegen.

Probleme nach Geothermie-Bohrungen gibt es derzeit auch im rheinland-pfälzischen Landau. Nach den Bodenhebungen beim Erdwärmekraftwerk in Landau hat Wirtschaftsministerin Eveline Lemke das Bergamt angewiesen, auch das Geothermiekraftwerk Insheim zu überprüfen. Die Probleme in Landau hatten zu Einschränkungen im Zugverkehr geführt. Das Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) hat die zuständigen Wasserbehörden außerdem über erhöhte Werte von Schwermetallen und Salzen im Grundwasser im Bereich des Geothermiekraftwerkes Landau unterrichtet.

Lemke hat sich auch gegen eine weitere Bohrung beim Kraftwerk Landau ausgesprochen. Die Anlage mit der dort verwendeten Technologie in zentraler Stadtlage sei nicht mehr vermittelbar. Der Landauer Stadtrat hat die Landesregierung aufgefordert, die Anlage stillzulegen. pgl

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner