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Intersolar zeigt Produktfeuerwerk bei Stromspeichern

Batteriespeicher für PV-Strom mit neuen Konzepten

16.06.2015, 08:45

Stand auf der Intersolar mit Batterie-Speichern
Speicher für Solarstrom sorgen für Umsatz auf der Intersolar 2015. © Intersolar

Der Markt für Batteriespeicher war auf der Intersolar 2015 von technologischen Innovationen, einem dramatischen Preisverfall, einem Feuerwerk von Produktankündigungen und neuen Allianzen zur Nutzung der Chancen im Stromhandel gekennzeichnet.

Gute Nachrichten für Verbraucher: Nach aktuellen Erhebungen des BSW-Solar und der Intersolar Europe haben sich die durchschnittlichen Systemkosten für Eigenheim-Solarstromspeicher in den letzten zwölf Monaten durch Skaleneffekte und technischen Fortschritt um rund 26 Prozent reduziert.

Getüftelt wird derzeit unter anderem noch an der Langlebigkeit der Energiespeicher bei konstanter Leistung. Eine spannende Idee hatte dazu der Freiburger Speicherhersteller ASD Automatic Storage Device zu bieten: Die Zellen von dessen Batterien werden nicht mehr in Serie, sondern parallel geschaltet. Das ist ein Novum. "Mit unserer Batteriezellensteuerung können Speicher einfacher und preiswerter als bisher gebaut werden und halten deutlich länger", verspricht Wolfram Walter, Geschäftsführer von ASD.

ASD: Reihenschaltung bei Batteriezellen bringt Nachteile

Die bislang übliche Reihenschaltung habe zwei gravierende Nachteile: Die schwächste Zelle bestimme die Leistung, und es müssten möglichst alle verwendeten Zellen gleich sein, so ASD. Es sei schwierig, einzelne Zellen auszutauschen, wenn deren Leistung nachlasse. Das habe nicht nur zur Folge, dass der komplette Speicher getauscht werden müsse, es verhindere außerdem, dass nach und nach in einem vorhandenen Speicher Zellen neuerer Technologie nachgerüstet werden können. ASD spricht bei seinem Speicher von einem Wirkungsgrad von 93 Prozent. Er soll im Herbst als modular skalierbares System mit Bausteinen von je 3,2 kWh Speicherkapazität bei einem kW Leistung erhältlich sein.

Mit einer längeren Lebensdauer bewirbt Akasol seine neuen Lithium-Ionen-Speicher. Die Anzahl der Vollzyklen, also der möglichen kompletten Be- und Entladungen, wurde von 5.000 auf 7.000 gesteigert, die Entladetiefe auf 90 Prozent erhöht. Die Entladetiefe beschreibt, wie viel Energie dem Speicher entnommen werden darf. Batteriespeicher können nicht komplett entladen werden.

Man solle aber nicht nur nach der Zyklenfestigkeit schauen, sondern nach dem Anstieg des Innenwiderstands der Zellen und wie damit umgegangen wird, rät Batterieforscher Andreas Gutsch vom Karlsruhe Institute of Technology. Das müsse beim Temperaturmanagement der Batterie berücksichtigt werden.

Als kleinstes Produkt wird bei Akasol der neeoQube-Speicher angeboten mit einer Nennkapazität von 5,5 kWh. Zwei Geräte lassen sich koppeln. Neu sind Racks, in denen sich die Systeme bis zu einer Kapazität von 137,5 kWh zusammenschalten lassen. Diese Anlagen sind für Gewerbebetriebe gedacht. Sie können nicht nur Strom aus PV, sondern auch KWK-Strom aufnehmen.

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