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Markt für größere Anlagen ist schwieriger

Anteil privater PV-Anlagen normalisiert sich wieder

24.09.2012, 09:24

Dachziegel links, PV-Paneele rechts auf einem Dach

PV-Installationen auf privaten Dächern bleiben stabil. © Nelskamp

Im Juni 2012 war es nach den EEG-Änderungen zunächst zu einer deutlichen Reduzierung des Anteils privater PV-Anlagen gekommen. Typische Dachanlagen bis 10 kWP machten nur noch zwei Prozent der installierten Anlagen aus, vorher waren es zwischen 8 und 12 Prozent.

Die Nachfrage sei vor den Sommerferien zurückgegangen, meint etwa Rainer Messerschmidt vom Solarinstallateur TK-Energietechnik aus dem baden-württembergischen Albershausen. "Aufgrund der angekündigten Änderung des EEG zum 1. April bestand im zweiten Quartal für private Endkunden eine Rechtsunsicherheit, zumal offensichtlich war, dass rückwirkend zum 1. April die Vergütungssätze angepasst werden sollten", ergänzt Günther Haug vom Tübinger Solargroßhändler MHH.

Für PV-Anlagen, die vor dem 24. Februar ein so genanntes Netzanschlussbegehren gestellt haben, lief die "alte" Einspeisevergütung bis 30. Juni 2012 weiter. Ein solches Netzanschlussbegehren muss erst ab einer Anlagengröße von 30 kWp gestellt werden. Daher wurden viele mittelgroße und große Anlagen noch bis Ende Juni installiert. Fazit für das zweite Quartal aus Sicht von Haug: "Die Anfrage nach PV-Anlagen auf Privathäusern ging zurück, die Anfrage nach gewerblichen Anlagen stieg leicht, damit sinkt insgesamt der Anteil der Privathausanlagen."

Im dritten Quartal stellt sich die Situation anders dar: Da seit Juli wieder ein gültiges EEG vorliegt, werden wieder vermehrt Anlagen für Privatkunden nachgefragt und installiert. Das spiegeln auch die Anteile privater Aufdachanlagen wieder, die um die zehn Prozent aller installierten Anlagen ausmachen. Da werde mehr auf Qualität geachtet", beobachtet Messerschmidt. Außerdem sei der Grund, sich für eine PV-Anlage zu entscheiden, oft durch den Gedanken an die steigenden Strompreise getragen.

Die Vergütungssätze für Anlagen über 40 kWp seien dagegen so gering, dass dieses Anlagensegment nicht stark nachgefragt ist, beobachtet Haug. Er habe weiterhin Anfragen von kleinen, mittelgroßen und großen Installateuren, berichtet Haug. Jedoch sei der Preisdruck - insbesondere bei Anlagen über 40 kWp - extrem groß. Größere Anlagen würden meist mit chinesischen Modulen und billigen mobilen Montagetrupps installiert, so Messerschmidt. pgl

 

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