Daten und Fakten
Baujahr Bestandshaus: 1953
Umbaubeginn: September 2006
Dauer des Umbaus: bis Dezember 2006
Wohnfläche: vor dem Umbau 155 qm ; nach dem Umbau 195,8 qm
A/V Verhältnis: 0,94 1/m
U-Wert Fassade: vorher zwischen 0,56 und 3,34 W/(qmK), nachher 0,14W/(qmK)
U-Wert Fenster: vorher 2,70 und 1,70 W(qmK), nachher: 0,80 W(qmK)
U-Wert Dach: vorher 0.76 W(qmK), nachher 0,14 W(qmK)
Sanierungskosten pro Quadratmeter: Modernisierung plus energetische Sanierung 878,29 €/qm+442,39 €/qm= 1320,68 €/qm; Wohnraumerweiterung: 1.046,27€/qm
Energieverbrauch: vorher 237kWh/(m²a), nachher 27kWh/(m²a)
Verwendete Materialien
Fassade:
Das Mauerwerk wurde mit einem Vollwärmeschutzsystem (26 cm Polystyroldämmung, WLG 040), U=0,14 W/(m²K) verkleidet.
Auf der Pfosten-Riegel-Konstruktion wurden Dreischeibenverglasungen mit Edelgasfüllung, Ug= 0,5 W/(m²K), und thermisch gedämmtem Glasrand über pulverbeschichteten Aluminium-Glashaltern befestigt.
Die elektrisch betriebenen Verschattungssysteme steuern sich zentral und automatisch über eine Powernet-Busanbindung (Netzwerk über das bestehende 220V Stromnetz) mit Wetterstation auf dem Flachdach. Eingebaut sind im Erdgeschoss Markisen und Jalousien, im Obergeschoss nur Jalousien. Die Verschattung ist im Sommer zum Schutz vor der solaren Aufheizung durch die großen Glasflächen wichtig. Das Netzwerk wird auch für PC und Internet genutzt.
Im Bereich der nichttransparenten Fassade, wie das Bad Obergeschoss und Erdgeschoss, wurde die Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Vakuumisolationspaneelen und einer aufgesetzten emaillierten Verglasung verkleidet. Die neuen Fenster sind zertifizierte Passivhausfenster mit einem U-Wert von 0,8 W/(m²K), in einer Holz-Aluminium-Ausführung.
Dach:
Die Warmdachkonstruktion blieb erhalten und wurde mit einer neuen, 28 cm starken Aufdachdämmung versehen (WLG 035), U=0,14 W/(m²K).
Heizsystem:
Im Bestand wurde das Gebäude mit Heizöl beheizt. Elektroboiler erhitzten dezentral das Warmwasser an jeder Wasserentnahmestelle. Eine neu eingebaute Solaranlage mit 15m² Kollektorfläche und 1000 Liter Pufferspeicher deckt nun die Warmwasserbereitung zu 82,4 Prozent. Außerdem wird das solarthermisch erzeugte Warmwasser heizungsunterstützend verwendet. Voraussichtlich 2010 wird die Ölheizung, die aufgrund der noch vorhandenen Tankfüllung und des erst 1996 erfolgten Einbaus vorübergehend erhalten wurde, auf eine Wärmepumpe umgestellt.
Photovoltaikanlage:
Neben der solarthermischen Anlage wurde auch eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 3,84KWp und einer Paneelfläche von 17,28 m² auf dem Flachdach installiert, die in der Jahresbilanz den gesamten Strombedarf deckt.
Lüftungsanlage:
Eine Lüftungsanlage mit kontrollierter Be- und Entlüftung und einem Wärmerückgewinnungsgrad von 85 Prozent hält die Luftwechselrate im Gebäude auf einem konstanten Niveau. Um im Sommer einen leichten Kühlungseffekt zu erzielen, wurde eine Bypassklappe vor dem Wärmetauscher des Lüftungsgeräts installiert (Kühlleistung von 500-1000 W).






