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Klimatisierung

Split-Gerät zur Klimatisierung
Split-Gerät zur Klimastisierung. © Vaillant

Trotz aller Vorzüge ist die klimatisierende Wirkung einer Lüftungsanlage begrenzt. Wenn es darum geht, die Temperatur im Sommer um einige Grad zu senken, müssen Bauherren und Sanierer auf spezielle Klimageräte zurückgreifen. Da diese Strom verbrauchen, belasten sie die Energiebilanz eines Hauses und werden in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) mit entsprechenden Aufschlägen versehen. Besondere Sorgfalt ist bei der Planung von Wintergärten notwendig. Wärmedämmende Fenster helfen, die Temperaturen im erträglichen Rahmen zu halten.

Mobile Klimageräte

In heißen Sommern sind mobile Klimageräte in manchen Wochen wahre Verkaufsrenner. Sie senken die Raumtemperatur um ein paar Grad und lassen sich auch als Feuchteregulierer einsetzen.

Damit die Geräte ihre Kühlfunktion erfüllen können, muss die Wärme nach außen abgeführt werden können. Dazu wird ein flexibles Rohr aus dem Fenster (gekippt oder einen Spalt geöffnet) gehängt. Die Bedienung der Klimageräte ist einfach. Die Abfuhr der Wärme über die Fenster sorgt aber dafür, dass ständig warme Luft nachströmt und vermindert die Effizienz. Die Verbraucherzentralen warnen deshalb vor dem hohen Energieeinsatz und Stromverbrauch dieser Geräte.
 

 
Mobile Klimageräte gibt es in der Kompaktversion und als Split-Geräte. Die mobilen Kompaktversionen reichen für Räume der Größe 20 bis 22 Quadratmeter. In größeren Räumen kommen Split-Geräte zum Einsatz. Diese bestehen aus einem Innenaggregat und einem Außengerät, sie sind durch vorgefüllte Kältemittelleitungen verbunden. Split-Klimageräte sind nicht nur leistungsstärker, sie haben auch den Vorteil, dass die geräuschintensiveren Teile nach draußen verlegt sind, zum Beispiel auf Balkon oder Terrasse.
 

 
Die Innengeräte laufen sehr leise (teilweise 25 Dezibel oder weniger, das ist leiser als Flüstern). Außerdem können die Geräte an der Decke, an der Wand oder am Boden installiert werden, und auch in puncto Design hat sich in den letzten Jahren einiges getan. So gibt es zum Beispiel ein an der Wand hängendes Gerät, das mit einem Bilderwechselrahmen ausgestattet ist.

Bei sogenannten "Multi-Split-Geräten" kommen mehrere Innengeräte auf ein Außenaggregat. Was die Leistung betrifft, so besagt die Faustregel, dass in einem Wohnhaus pro Quadratmeter Wohnfläche 60 Watt Kühlleistung gebraucht werden, um die Raumtemperatur um 6°C gegenüber der Außentemperatur abzusenken. Für einen Raum von 30 Quadratmeter Größe wären das 1800 Watt. Von noch größeren Temperaturdifferenzen raten Experten ab, weil sonst die Erkältungsgefahr zu groß ist.

In puncto Stromverbrauch können sich Anlagenbetreiber ähnlich wie bei Haushaltsgeräten an der Euroklassifizierung orientieren. Gute Geräte werden in die Energieeffizienzklasse A oder besser eingeordnet. Dabei ist jedoch auch bei diesen Kennzeichnungen Vorsicht angesagt. Die Verbraucherzentralen gehen regelmäßig mit Abmahnungen vor, weil die Kennzeichnungen nicht stimmen.

 

Invertersysteme

Relativ wirtschaftlich und sparsam arbeiten so genannte Invertersysteme. Sie haben im Unterschied zu herkömmlichen Geräten einen drehzahlgesteuerten Verdichter. Konventionelle Systeme arbeiten mit konstanter Verdichterdrehzahl. Ist die gewünschte Raumtemperatur erreicht, schaltet der Verdichter ab und springt wieder an, wenn die Temperatur über einen bestimmten Punkt steigt. Diese Arbeitsweise hat ständiges Takten des Verdichters zur Folge – mit entsprechend hohem Energieverbrauch.

Dagegen läuft das Invertersystem zunächst mit Höchstdrehzahl und regelt mit dem Erreichen der gewünschten Temperatur die Drehzahl auf einen Minimalwert, ohne ganz abzuschalten.

Verbraucher sollten deshalb nicht nur auf den Anschaffungspreis achten, sondern auch auf die Betriebskosten. In Qualitätsprodukte mit Energieklasse A und besser muss man zwar mehr investieren, spart aber dafür im Betrieb angesichts hoher Strompreise die Zusatzausgaben schnell wieder ein.

Auch Wärmepumpen finden Einsatz bei der Kühlung. Sie nutzen die Temperaturdifferenz und geben Wärme aus dem Haus an Außenluft, Erdreich oder Grundwasser ab.

Einen Überblick über gasbetriebene Klimageräte und Wärmepumpen liefert die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE). Sie richtet sich an Planer und Berater.

Verschattung spart Aufwand für Kühlung

Wohnzimmer mit Verschattung
Verschattung reduziert den Kühlbedarf. © Roma

Um den Energiebedarf für den Betrieb von Klimageräten möglichst gering zu halten, sollten die Möglichkeiten des sommerlichen Wärmeschutzes möglichst weitgehend ausgenutzt werden. Große Glasflächen müssen verschattet werden.

Jalousien und Rollläden bieten zu allen Jahreszeiten Schutz vor Wärme oder Kälte. Im Sommer halten sie die Wärme draußen, im Winter helfen sie, die Wärme im Haus zu halten. Je nach Situation und Anwendung wird der U-Wert eines Fensters oder einer Glastür laut Herstellerangaben zwischen 10 und 30 Prozent verbessert.
 

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