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Marktvolumen wächst in Europa bis 2017 auf 4,1 Milliarden Euro

Smart Home muss Kunden in den Mittelpunkt stellen

03.12.2013, 07:00

Der Deloitte-Report "Licht ins Dunkel - Erfolgsfaktoren für das Smart Home" zeigt: Das Smart-Home-Konzept wird sich erst dann durchsetzen, wenn auch Verbraucher abseits des Premiumsegmentes zu smarter Hausvernetzung greifen.

Bislang sind die Smart-Home-Lösungen häufig noch zu kompliziert. Das hatten auch die Präsentationen auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin gezeigt. Laut Deloitte-Berechnungen wird der Massenmarkt mit Smart-Home-Produkten in Europa bis 2017 auf insgesamt 4,1 Milliarden Euro gestiegen sein – mit den Schwerpunkten Pflege & Gesundheit sowie Home Cloud.

Um entsprechende Angebote erfolgreich umsetzen zu können, brauchen die Marktteilnehmer eine dezidierte, übergreifende Smart-Home-Strategie, so die Berater. Diese müsse die Wünsche der Kunden stärker in den Mittelpunkt stellen. Dazu gehören vor allem konkrete Anwendungsszenarien, attraktives Hardware-Design, transparente Preisgestaltung und eine umfassende Lösungsdifferenzierung. "Gerade Telekommunikationsunternehmen können im Smart-Home-Wachstumsmarkt mit ihren Kompetenzen und Ressourcen attraktive neue Geschäftsfelder erschließen. Zudem haben sich in den vergangenen Monaten unterschiedliche neue Treiber gezeigt, die die Entwicklung erheblich beschleunigen können", erklärt Andreas Gentner, Partner bei Deloitte.

Unter Smart Home versteht man die intelligente Vernetzung einzelner Komponenten sowie deren zentrale Steuerung und Überwachung über Endgeräte. Der Mehrwert des Smart-Home-Prinzips liegt dabei im intelligenten Zusammenspiel aller Komponenten – und nicht etwa der Hardware-Ansteuerung. Als wesentliche Bestandteile neben der zentralen Steuerungseinheit werden Smartphones und Tablets als Bedienelemente zunehmend wichtig.

Der Smart-Home-Markt wird in den nächsten vier Jahren um jährlich 20 Prozent wachsen – auf ein Gesamtvolumen von 4,1 Milliarden Euro. Dazu muss die Smart-Home-Verbreitung über das Premiumsegment hinaus in die Massenmärkte forciert werden. Für diese Entwicklung stehen heute insgesamt vier entscheidende Treiber: die zunehmende digitale Vernetzung, der Wunsch nach Aufwertung des eigenen Zuhauses, die Alterung der Gesellschaft und ein steigendes Umweltbewusstsein.

Die noch verhaltene Verbreitung von Smart-Home-Installationen in Deutschland liegt vor allem daran, dass sich vielen Verbrauchern der Nutzen noch nicht erschlossen hat. Bislang wurde zu viel Gewicht auf technische Aspekte gelegt – zulasten schlüssiger Nutzungsszenarien, die auf die Verbraucherbedürfnisse der einzelnen Kundensegmente eingehen.

Weitere Schlüsselelemente für erfolgreiche Smart-Home-Lösungen sind eine ansprechend gestaltete Hardware, intuitive Bedienlösungen sowie transparente Angebote und Preisgestaltungen. Viele potenzielle Käufer befürchten versteckte Kosten und stellen ihre Kaufentscheidung zurück. Diesem Problem kann sowohl mit nachvollziehbaren Angeboten als auch mit kompetenter Beratung begegnet werden.

Das Transparenzgebot gilt für das Premiumsegment sowie den Volumenmarkt. Im Luxussegment zeigen individuelle Beratung und Installation durch zertifizierte Partner bereits den Weg, der in abgeschwächter Form auch in den anderen Segmenten eingeschlagen werden muss, wenn sich dort Smart-Home-Lösungen durchsetzen sollen.

Insgesamt lassen sich die Erfolgsfaktoren für die Verbreitung von Smart Homes in deutschen Haushalten in sechs Kernaspekten zusammenfassen: eine transparente Preisgestaltung, die Betonung von Verbraucher-Lifestyle, eine Anwendungsfall-orientierte Vermarktung, die Bündelung von Produkten und Installation, transparente Verkaufskanäle sowie offene Plattformen für maximale Flexibilität. "Heute verfügen zwei Drittel der Deutschen über ein Smartphone, über ein Viertel der Haushalte hat ein Tablet. Solche Endgeräte sind als Bedienlösungen für Smart Home prädestiniert und schaffen eine breite, potenzielle Nutzergruppe. Diese muss durch verständliche und transparente Smart-Home-Anwendungen überzeugt werden. Und dies mit klar erkennbarem Nutzen – wie etwa bei einer medizinischen Überwachung, der Sicherheitsüberwachung des Hauses oder beim intelligenten Energiesparen", so Andreas Gentner. Quelle: Deloitte / pgl

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