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Bauherren können Sanierungsschritte besser aufeinander abstimmen

Norm sorgt für mehr Rechtssicherheit bei Lüftung

13.07.2009, 09:13

Gekipptes Giebelfenster im Fachwerkhaus
Lüftung mit gekipptem Fentser reicht häufig nicht mehr aus. © Pixelio/Helmut Salzer

Vor kurzem ist die Norm DIN 1946-6 in Kraft getreten. Sie legt Regeln der Technik fest, anhand derer Bauherren und Planer entscheiden können, ob und welche Lüftungsanlage für ein Gebäude nach einer Sanierung oder im Neubau notwendig sind.

"Damit kann man beispielsweise beim Auftreten von Schimmel nachweisen, ob die Gebäudeeigenschaften nach einer Teilsanierung oder das Verhalten der Benutzer verantwortlich sind", meint Claus Händel, technischer Referent des Fachinstituts Klima Gebäude (FGK).

Die neuen Regeln sollen mehr Rechtssicherheit für alle schaffen, die an einem Bauwerk beteiligt sind. Bauherren und Planer können bei einer schrittweisen Sanierung entscheiden, welche Lüftungstechniken wann notwendig sind.

Damit wird es einfacher, die Schritte einer energieeffizienten Sanierung aufeinander abzustimmen. So lässt sich mit der DIN definieren, ob bereits nach dem Fenstertausch der Einbau einer Lüftung notwendig ist oder erst nach einer Dämmung der Fassade.

Handwerker, die an einem Sanierungsprojekt beteiligt sind, können nach der Norm ebenfalls in die Verantwortung genommen werden. Sie müssen die Bauherren darauf hinweisen, dass sich durch einzelne Maßnahmen wie neue Fenster oder andere Dämmung möglicherweise der Luftaustausch verändert.

Auswirkungen hat die Norm aber nicht nur in der Sanierung. In der Energieeinsparverordnung für den Neubau wird bislang nur festgelegt, dass ein bestimmter Mindestluftwechsel garantiert sein muss. Es gibt aber nur für Passivhäuser definierte Verfahren, um das zu prüfen. „Mit der neuen Norm können Planer belegen, dass dies auch wirklich der Fall ist“, sagt Händel. pgl

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