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Wohnungsunternehmen investiert über 50.000 Euro in LED-Birnen

Mieter sparen 26.000 Euro durch LED-Bulbs

22.10.2013, 08:55

Über 100.000 Kilowattstunden Strom im Jahr sparen die Mieter der Kreisbaugesellschaft Tübingen künftig ein. Das Unternehmen tauscht in allen 355 Wohngebäuden Glühbirnen gegen moderne LEDs aus. Bei einem Strompreis von 26 Cent pro Kilowattstunde sinken die Nebenkosten dadurch insgesamt um rund 26.000 Euro im Jahr.

3.700 LED-Birnen hat die Kreisbau schon vorrätig, in den ersten Häusern wurden die alten energiefressenden Glühbirnen in den Allgemeinräumen wie Treppenhäusern, Untergeschossfluren, Technikräumen, Wasch-, Trocken- und Fahrradabstellräumen sowie bei der Außenbeleuchtung der Gebäude auch bereits ausgetauscht. Reichen werden die jedoch wohl nicht, meint Kreisbau-Geschäftsführer Berthold Hartmann. "Ich denke, dass wir noch einmal 1.000 bis 1.500 Stück brauchen werden."

Insgesamt werde der Austausch die Wohnungsbaugesellschaft, deren 2.100 Wohnungen im ganzen Kreis verteilt sind, etwas über 50.000 Euro kosten. Zu den Kosten der LED-Birnen kommen noch die Personalkosten für den Austausch. Den Kosten gegenüber stehen die enormen Energieeinsparungen der neuen Technik.

Dem Hersteller zufolge verursacht eine 5-Watt-LED-Lampe bei 1.000 Stunden Brenndauer im Jahr und einem Strompreis von 26 Cent je Kilowattstunde Stromkosten von 1,30 Euro pro Jahr. Eine 60-Watt-Glühlampe dagegen 15,60 Euro. "Natürlich brennt nicht jede Lampe 1.000 Stunden im Jahr, aber diese Zahlen machen den enormen Einspareffekt deutlich", sagt Hartmann.

Bei der Kreisbau werden überwiegend 60-Watt-Glühlampen gegen 5-Watt-LEDs ausgetauscht. Dadurch werden nicht nur rund 100.000 Kilowattstunden Strom im Jahr gespart, sondern auch rund 40 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen.

Freilich kommen die dadurch anfallenden Stromeinsparungen nicht der Kreisbaugesellschaft zugute, sondern ihren Mietern. Diese profitieren durch geringere Nebenkosten in Höhe von über 26.000 Euro pro Jahr. Dass sich die Kreisbau trotz der hohen Kosten dennoch für den Umstieg entschieden hat, begründet Hartmann mit dem ökologischen Aspekt, den künftig geringeren Austauschkosten auf Grund der deutlich höheren Haltbarkeit der LED-Lampen und dem Glühbirnenverbot der Europäischen Union.

Mit der "Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG" hat Brüssel bereits 2008 einen stufenweisen Ausstieg verfügt. Der Grund: Glühlampen setzen nicht einmal zehn Prozent des Stroms, den sie verbrauchen, in sichtbares Licht um, der große Rest geht als Wärme verloren. Seit September 2012 dürfen Hersteller keine Glühbirnen mehr an den Handel geben. Dass es dennoch Glühbirnen zu kaufen gibt, liegt daran, dass der Handel die Birnen in großen Mengen auf Lager genommen hat. Über kurz oder lang ist das Ende der Glühbirne jedoch abzusehen.

Energiesparlampen, die die Europäische Union vor Jahren als Ersatz propagierte, waren für die Kreisbau Tübingen keine sinnvolle Alternative. "Für uns kamen sie in sicherheitsrelevanten Bereichen – und dazu gehört das Treppenhaus – nicht in Frage, weil es zu lange dauert bis die erforderliche Helligkeit erreicht ist", nennt Hartmann einen Grund. Ein weiterer sei die Schadstoffbelastung der Energiesparlampen. Sie enthalten Quecksilber, das beim Bruch austreten kann.

Auch LEDs waren zunächst keine Alternative für die Glühbirnen in den Allgemeinräumen der Kreisbau-Gebäude. "Die ersten LEDs waren für unsere Zwecke nicht einsatzfähig. Also sind wir bei den Glühbirnen geblieben und haben abgewartet." Inzwischen jedoch gibt es eine Alternative, die LED-Bulbs. Diese haben optisch viel mit der alten Glühbirne gemein und passen, anders als die ersten LEDs, auch in die ganz normalen Lampenfassungen, sind also ganz einfach austauschbar.

"Zudem sind wir jetzt an einem Punkt, wo der Einsatz der LED Bulbs preislich vertretbar ist, wenn man sie in großen Mengen bezieht", ergänzt Hartmann. Also legt die Kreisbau los. Der Umrüstschwerpunkt liegt auf dem September, bis zum Spätherbst, wenn wieder mehr elektrisches Licht in den Allgemeinräumen benötigt wird, soll der Austausch abgeschlossen sein. Hartmann: "Unterdessen suchen wir noch nach einer vertretbaren Lösung für LED-Röhren. Dann werden wir auch unsere Tiefgaragenbeleuchtungen auf LEDs umrüsten." Quelle: Kreisbau Tübingen / bba

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