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Offene Systeme sorgen für mehr Akzeptanz

Markt für Gebäudeautomation erholt sich

14.10.2011, 00:00

Der europäische Markt für Gebäudeautomationssysteme erholt sich von der durch die Wirtschaftkrise verursachten Flaute des Jahres 2009, so eine Studie von Frost and Sullivan. Trotz des deutlichen Aufwärtstrends muss sich der Markt erst stabilisieren und seine Wachstumschancen auf sich entwickelnde Regionen und Endverbrauchersegmente ausweiten. In der Zwischenzeit dürften die Anforderungen bezüglich der Energieeffizienz und die normative Rückendeckung durch die EU-Richtlinien den Markt beträchtlich vorantreiben, so die Autoren.

Der europäische Markt für Gebäudeautomationssysteme lag im Jahr 2010 bei gut 1,8 Milliarden US-Dollar und soll bis zum Jahr 2017 auf 2,1 Milliarden US-Dollar anwachsen. "Energieeffizienz ist der zentrale Wachstumstreiber für Gebäudeautomationssysteme", erklärt Senior Research Analyst Neetha Jayanth. Energiemanagement werde das Wachstum stützen, vor allem durch die Implementierung von Rechtsnormen wie der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.

Als Folge der positiven Entwicklung von Energiemanagement und Beleuchtungslösungen im Jahr 2010 ist zu erwarten, dass diese beiden Systemarten im Bereich der Gebäudeautomation marktführend sein werden. Systeme, mit denen vorrangig Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen kontrolliert und gesteuert werden, dürften jedoch weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Unter Endverbrauchern bleiben Bürokomplexe das Schlüsselsegment, an das sich Hersteller wenden müssen, obwohl auch öffentliche Gebäude und Bildungszentren sich zu wichtigen Wachstumssegmenten entwickeln. Die für die Installation von Gebäudeautomationssystemen erforderlichen hohen Anfangsinvestitionen haben bisher die Verbreitung deutlich gehemmt, vor allem bei bereits bestehenden Gebäuden. Obwohl sich das Verhältnis zwischen neuen und bestehenden Gebäuden langsam ausgleicht, ist die Nachfrage aufgrund der Anzahl der bestehenden Gebäude im Vergleich zu Neubauten weiterhin verzerrt.

"Wenngleich zu erwarten ist, dass sich die Amortisationszeiten in den nächsten Jahren verringern, sind die erforderlichen Anfangsinvestitionen vor allem bei bereits bestehenden Gebäuden, oft sehr hoch", meint Jayanth. "Das ist vor allem dann der Fall, wenn bestehende Systeme und Geräte, die nicht kompatibel sind, ersetzt werden müssen, oder wenn die Kommunikationstechnologie zwischen den Geräten auf den neuesten Stand gebracht werden muss."

Die Last der hohen Investitionskosten war vor allem während der Wirtschaftskrise besonders stark zu spüren, in der die Anschaffung von Automationssystemen sowohl von Seiten privater als auch öffentlicher Auftraggeber zurückgingen. Die durch die Rezession bewirkte Marktträgheit dürfte die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate sinken lassen. Die Einführung von offenen Systemen und die Aussicht auf Einsparungen bei den Energiekosten sind hingegen ein wichtiger Faktor, um die Preisbarrieren zu überwinden.

Quelle: Frost and Sullivan / pgl

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