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Planer drohen Haftungsrisiken

Lüftungskonzept fehlt oft bei Neubau und Sanierung

10.11.2015, 08:30

Fenster mit integrierter Lüftung
Lüftungskonzepte bringen Rechtssicherheit für Planer. © Internorm

Laut Energieeinsparverordnung müssen Gebäude nach den Regeln der Technik luftdicht gebaut werden. Gleichzeitig soll der für die Hygiene erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt sein. Vorschriften, wie das zu erfolgen hat, finden sich in der EnEV nicht. Ergo ist auch die Erstellung eines Lüftungskonzepts nicht zwingend vorgeschrieben, denkt sich so mancher Planer und verzichtet darauf. Ein Fehler, der teuer werden kann.

"Die DIN 1946-6 ist nicht als Rechenregel in der EnEV verankert, aber sie ist eine allgemein anerkannte Regel der Technik", argumentiert Peter Paul Thoma, Geschäftsführer des Bundesverbands für Wohnungslüftung (VfW). Als solche geht sie auch in die Rechtsprechung ein, was im Klartext bedeutet: Wer sich nicht darum kümmert, riskiert erhebliche Haftungsrisiken. Ist der Mindestluftwechsel zum Feuchteschutz nicht gewährleistet, drohen Schimmel und eine Gefährdung der Bausubstanz.

Planer sollten sich an die DIN 1946-6 halten

Energieberater, Architekten und andere Planer tun also gut daran, sich an die DIN 1946-6 zu halten. Diese schreibt vor, dass für Altbauten ein Lüftungskonzept erstellt werden muss, wenn ein Drittel der vorhandenen Fensterflächen erneuert werden, bei Einfamilienhäusern außerdem, wenn die Dachfläche abgedichtet wird. Bei Neubauten kann nur dann auf das Lüftungskonzept verzichtet werden, wenn der Einbau einer Lüftungsanlage ohnehin geplant ist.

Thoma zufolge ist ein Lüftungskonzept die Ermittlung des notwendigen Luftwechsels und der Nachweis darüber, wie dieser im konkreten Fall sichergestellt werden kann. "Im Kern geht es um die Frage, ob der Luftvolumenstrom durch Infiltration, also durch die Gebäudehülle, ausreicht, um den Mindestluftwechsel für den Feuchteschutz sicherzustellen", so Thoma. Ist das nicht der Fall ist eine lüftungstechnische Maßnahme erforderlich.

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