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IT-Giganten beginnen den Markt zu entdecken

IFA zeigt Produktralley für Smart Homes

08.09.2014, 09:30

Messeeingang
Smart Home bleibt wichtiges IFA-Thema. © P. Grund-Ludwig

Der Datenaustausch zwischen elektronischen Geräten im Smart Home ist ein großes Thema der diesjährigen Internationalen Funkausstellung IFA. Seit Anfang 2014 haben sich die Ankündigungen der großen IT-Konzerne wie Google, Samsung und Apple überschlagen, erste Ergebnisse der Allianzen sind in Berlin zu sehen. Auch Deutsche Telekom und RWE beackern das Feld.

Google hat mit dem Kauf von Nest im Januar 2014 den Anfang gemacht. Nest hat Steuerungen für Heizungen und Rauchmelder entwickelt. Im Juni folgte dann die Ankündigung, dass die Plattform für Drittanbieter geöffnet werde. Tablet-Konkurrent Samsung hat reagiert, ebenfalls seinen Einstieg in den Markt fürs Smart Home angekündigt und sich mit anderen IT-Riesen wie Dell und Internet im Open Interconnect Consortium zusammengeschlossen. Smartphones, aber auch Internet-fähige Wearable-Geräte wie Uhren oder auch Tablets sollen als Steuerzentralen für Smart Homes dienen. Apple will ebenfalls mitmischen und hat auf der Entwicklerkonferenz im Juni 2014 ein so genanntes Home Kit angekündigt. Erste Produkte wurden auf der IFA avisiert. So hat Elgato unter dem Namen Eve Smarthome eine Produktlinie geplant, mit der sich Lichtstimmung oder Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen per Home-Kit-App regeln lassen sollen.

Die Deutsche Telekom beackert dieses Feld mit ihrer Lösung Qivicon. Neben neuen Funktionen sei die Software auch übersichtlicher und man könne nun Heizkörper, Lampen und weitere elektrische Geräte individuell und flexibel steuern, das das Unternehmen. Außerdem hat die Telekom ihr Angebot an Geräten erweitert, die sich mit der App steuern lassen.30 Unternehmen unterstützen diese mittlerweile. Ebenso wie RWE setzt Qivicon auf Partnerallianzen.

Das Prüf- und Zertifizierungsinstitut des VDE und die EEBus Initiative sowie das Schweizer Unternehmen Digitalstrom haben ebenfalls neue Ideen für das Smart Home mitgebracht. VDE und EEBus Initiative haben ein Testverfahren gezeigt. Das soll sicherstellen, dass die Konnektivität branchen- und technologieübergreifend störungsfrei funktioniert. Basis ist die Vernetzungstechnologie EEBus, eine Art Übersetzungsprotokoll, die Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen ermöglicht. Damit werde ein Datenaustausch zwischen unterschiedlichsten Komponenten im Smart Home ermöglicht, erläutert Michael Jungnitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung des VDE Prüf- und Zertifizierungsinstituts: "Mit dem neuen Prüfverfahren erhält der Verbraucher zusätzlich eine Orientierungshilfe, dass unterschiedliche Produkte in seinem Haushalt konform zueinander funktionieren", erklärt Jungnitsch weiter. Das sei eine wichtige Voraussetzung, um das Thema Konnektivität für den Massenmarkt fit zu machen.

Zur EEBus Initiative gehören mittlerweile fast 50 Unternehmen, darunter ABB, Bosch und Siemens Hausgeräte, E.ON, EnBW, Gigatronik, Intel, Kabel Deutschland, Liebherr, Miele, Schneider Electric, SMA, SolarWorld, Telekom oder Vaillant. Die Initiative hat bereits Anwendungen realisiert, bei denen Produkte von mehr als 20 Unternehmen die Status- sowie Steuerungsinformationen ausgetauscht und den Einsatz aufeinander abgestimmt haben, unabhängig von Marken, Gerätetypen und bisheriger Kommunikation.

Neue Anwendungen hat auf der Berliner Technik-Show auch Digitalstrom gezeigt. Das Unternehmen hat eine intelligente Lüsterklemme entwickelt, die es seit 2011 anbietet. Damit können elektrische Geräte im Haus, Taster oder Leuchten über die bestehenden Stromleitungen vernetzt und gesteuert werden. In Berlin war zu sehen, wie sich intelligente Armaturensysteme von Dornbracht in das Smart-Home-System einbinden lassen und sich damit Anwendungsmöglichkeiten in Bad und Küche öffnen. Ebenfalls neu: Ein Hagelwarn-Service, der das Zuhause vor Unwetterschäden schützt und auch bei Abwesenheit der Bewohner Vorkehrungen trifft wie das Einholen von Jalousien. von Pia Grund-Ludwig

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