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Fraunhofer IBP beleuchtet Hausautomationssystem von RWE Effizienz

Hausautomation spart bis zu 40 Prozent Heizenergie

09.11.2011, 00:00

Bis zu 40 Prozent der Heizenergie in einem Einfamilienhaus lässt sich mit funkgesteuerter Hausautomatisierung einsparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) im Auftrag der Dortmunder RWE Effizienz GmbH erstellt hat. Getestet hat das Institut das Haussteuerungssystem RWE SmartHome. Erzielt wird die Energieeinsparung vor allem durch die bedarfsgerechte Regelung der Temperatur in den einzelnen Räumen sowie die lichtabhängige, automatische Steuerung der Rollläden.

Im Rahmen der Fraunhofer IBP-Studie "Rechnerischer Vergleich des Nutzwärmebedarfs einer Einzelraumregelung gegenüber einer Standardregelung am Beispiel eines Einfamilienhauses" wurde ein Einfamilienhaus mit 82 Quadratmetern Wohnfläche in einer Alt- und Neubausituation betrachtet. Zugrunde gelegt wurden dabei jeweils drei verschiedene Nutzungsprofile - ein Single-, ein Senioren- und ein Familienhaushalt. Auf Basis der Simulationsrechnungen ergaben sich hier Einsparpotentiale von 17% bis 18% (Familie), 22% bis 20% (Senior) und 40% bis 35% (Single); jeweils bezogen auf den Neu- beziehungsweise Altbaustandard.

Im Zentrum der Studie steht der Vergleich des Wärmebedarfs einer Standardheizungsregelung und einer Einzelraumregelung. Im letzteren Fall werden die Heizkörper mit den Funk-Thermostaten der Haussteuerung versehen. Dadurch kann der Nutzer die Temperatur für jeden einzelnen Raum nach seinen persönlichen Anforderungen individuell vorgeben. Mit Hilfe einer intuitiven, grafischen Benutzeroberfläche lassen sich hier am PC verschiedene Profile erstellen, in denen die Nutzung der jeweiligen Räume im Tagesverlauf abgebildet wird. Das Gegenstück bildet die sogenannte Standardregelung, bei der herkömmliche Heizungsventile manuell bedient werden müssen.

Die Studie kommt hier zu dem Ergebnis, dass sich bei der Einzelraumregelung die Raumtemperaturen sowohl bei Abwesenheit der Bewohner als auch über Nacht deutlich wirksamer absenken lassen. Weitere Einsparungen sind durch den Einsatz von Tür- und Fenstersensoren möglich. Damit regelt die Haussteuerung die Temperatur im Raum automatisch herunter, wenn ein Fenster - etwa zur Lüftung - geöffnet wird.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Verringerung des Wärmebedarfs ist der Studie zufolge eine konsequente Nutzung der Rollläden. Bei Dunkelheit bildet sich hier im heruntergefahrenen Zustand eine ruhende Luftschicht zwischen der Glasscheibe und dem Rollladen, die isolierend wirkt und so den Wärmeschutz erhöht. Dieser Effekt kann mit Hilfe der Hausautomatisierung durch die Vernetzung der Unterputz-Rollladensteuerung mit einem Helligkeitssensor gezielter genutzt werden: Sämtliche Rollläden des Wohnbereichs fahren morgens bei Sonnenaufgang vollautomatisch hoch und abends bei Dämmerung wieder herunter. Das Ergebnis sind deutlich längere Schließzeiten in der Heizperiode.

Quelle: RWE Effizienz GmbH / sth

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