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Belüftung läuft vollautomatisch

Hauptschule setzt auf integrierte Fensterlüfter

05.09.2010, 06:00

Fensterlüftung
Fensterlüfter in einer Schule in Beilngries. Bild: VFF

Im Winter zieht es eisig herein und im Sommer ist es oft so stickig, dass man sich kaum noch auf den Unterricht konzentrieren kann. Dieses Schicksal teilen unzählige in den Sechzigern schnell und gedankenlos erbaute Schulgebäude. Eine Hauptschule im oberbayerischen Beilngries macht diesem Zustand seit 2009 nun Schritt für Schritt ein Ende und setzt auf moderne integrierte Lüftungs- und Dämmsysteme, um das Lernklima zu verbessern und dabei auch noch Geld zu sparen.  

"Im Sommer ist es dank kontrollierter Belüftung der fertig gestellten Klassenräume viel angenehmer als früher, im Winter sparen wir mit Wärmedämmfenstern, einer in die Belüftungsanlage integrierten Wärmerückgewinnung, einer verbesserten Fassadendämmung und Solarzellen auf dem Dach bereits jetzt viel Geld. Ist alles fertig, rechnen wir mit jährlichen Einsparungen von 30 bis 40 Prozent", erzählt Rektor Ewald Schiebel.

Um die Temperatur in den Klassenräumen für die Schülerinnen und Schüler angenehm zu halten, werden Wärmedämmfenster mit integrierten dezentralen Fensterlüftern kombiniert. Diese sind in die Fensterlaibung eingebaut und mit CO2-Sensoren ausgestattet. "Alles läuft heute vollautomatisch", verrät der Schulrektor. "In der Nacht und in den Schulpausen läuft die Anlage auf Hochtouren und wird passend zum Unterricht heruntergefahren. Außerdem reagiert die Anlage auf eine schlechter werdende Atemluft durch zu hohe CO2-Konzentration und regelt sich dann selbst hoch."

Die Veränderungen sind besonders an heißen Tagen spürbar: "Durch die Beschickung mit kühler Nachtluft sind die Klassenräume angenehmer temperiert, selbst wenn draußen mehr als 30 Grad herrschen", erklärt Ewald Schiebel.

Im Winter wird dann die Wärme genutzt: Wenn es im Laufe des Jahres kälter wird, kommt die in die Lüfter der Fenster integrierte Wärmerückgewinnung ins Spiel. Dabei wird die verbrauchte, warme Raumluft an den Zuleitungen für die Frischluft vorbeigeführt und diese dadurch angenehm temperiert. Finanziert wird der Umbau von der Stadt Beilngries. Pro Raum betragen die Kosten rund 6.000 Euro. Paul-Jasper Dittrich/pgl

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