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Übernahme bietet Anlass für allerlei Spekulationen

Googles Nest-Kauf sorgt für Wirbel

17.01.2014, 08:00

Heizungsthermostat von Nest
Die Heizungsregler von Nest sind stylisch und einfach zu bedienen. © Nest Labs

3,2 Milliarden Dollar lässt sich der Internet-Konzern Google den Hersteller intelligenter Heizungsregler und Rauchmelder Nest Labs kosten und löst damit auch hierzulande eine Welle unterschiedlicher Reaktionen aus. Während die einen den Google-Einstieg als Startsignal für den Siegeszug des Smart Home feiern, sehen andere einmal mehr den Schutz privater Daten gefährdet.

Ähnlich wie Smart Meter lassen die Daten aus den vernetzten Nest-Thermostaten und -Rauchmeldern Rückschlüsse auf den privaten Lebensbereich zu. Bisher hat Nest-Mitgründer Tony Fadell stets betont, dass seine Firma die gewonnenen Kundendaten lediglich für die Verbesserung seiner Produkte nutze. Die Übernahme durch Google nährt Spekulationen wonach sich das künftig ändern könnte, obwohl der Konzern versichert, die Datenschutzrichtlinie von Nest werde sich nicht ändern. Fadell soll Nest weiter als eigenständige Marke führen. Google verdient sein Geld fast ausschließlich mit Werbung, die sich mit den Informationen aus den Nest-Geräten noch besser platzieren ließe.

Nest wurde 2010 von Fadell und seinem ehemaligen Apple-Kollegen Matt Rogers gegründet und ist inzwischen auf 280 Mitarbeiter gewachsen. Noch in diesem Jahr sollen die Thermostate und Rauchmelder des Newcomers auf dem europäischen Markt Einzug halten. Nest-Mitbegründer Fadell gilt als einer der Väter von Apples Musikplayer iPod. Es kommt also nicht von ungefähr, dass das Design der Nest-Produkte an Apple-Geräte erinnert. 

Der Nest-Heizungsregler wird in einem Raum an der Wand montiert und dient von dort zur Steuerung der zentralen Heizung. Das Gerät ist mit zahlreichen Sensoren vollgestopft und selbstlernend. Eine Woche lang müssen die Hausbewohner das Gerät manuell bedienen, danach hat es sich die jeweiligen Gewohnheiten eingeprägt und arbeitet komplett selbstständig. Der Regler weiß dann zu welcher Zeit welche Temperatur eingestellt werden muss. Ein Bewegungsmelder informiert den Thermostat, wenn die Bewohner das Haus verlassen. Registriert er nach zwei Stunden keine Bewegung mehr in den Räumen, fährt er die Heizung oder Klimaanlage automatisch herunter. Zudem werden werden Einflüsse wie Raumtemperatur und die aktuelle Außentemperatur vom Thermostat erkannt und in den Lernprozess mit eingebunden.

Nest lernt nie aus – gibt man mehrmals nacheinander einen neuen Befehl ein, übernimmt er den neuen Tagesablauf schon nach kurzer Zeit. Mithilfe eines intelligenten W-Lan-Zugangs lässt sich die Heizung auch per Computer oder aus der Ferne per Smartphone-App bedienen. Der Nest-Thermostat kostet etwa 250 Dollar. Diese Kosten amortisieren sich laut Hersteller nach etwa zwei Jahren. 

Der Rauchmelder von Nest zeichnet sich dadurch aus, dass statt eines nervtötenden Signaltons eine menschliche Stimmer ertönt, wenn die Rauch- und Kohlenmonoxidwerte in einem Raum ansteigen. Sie teilt nicht nur die Art des Problems mit, sondern auch, welcher Raum betroffen ist. Auch die Rauchmelder sind vernetzt, bei Abwesenheit wird eine Mitteilung an das Smartphone eines Bewohners geschickt inklusive Verbindungmöglichkeit zu einer hinterlegten Kontaktperson. Diese Person kann anschließend der Meldung auf den Grund gehen und mögliche Fehlalarme abschalten. von Silke Thole

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