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Lichtschalter können einfach aufgeklebt werden

Funktechnik erleichtert Bauherren die Elektroplanung

23.03.2010, 14:51

Bedienterminal für ein Hausautomationssystem
Über das Bedienterminal von Wago können Licht, Heizung und Rollläden im ganzen Haus gesteuert werden. © EnOcean

Wer ein Haus baut muss lange vorausdenken. Schon vor dem ersten Spatenstich gilt es, sich ausführlich Gedanken über die künftige Nutzung der einzelnen Räume zu machen und Lichtschalter und Heizungsregler zu planen. Anders bei Familie Rothermel: Sie musste sich 2009 bei der Planung des Hauses keine Gedanken darüber machen, wo sie später die Lichtschalter haben möchte. Als die Zimmer eingerichtet waren, konnten die Schalter einfach dort angeklebt werden, wo sie wirklich benötigt werden. Die Anzahl und die Position können auch in Zukunft jederzeit angepasst werden.

Möglich macht dies moderne Funktechnologie. Die Familie entschloss sich, beim Bau ihres Eigenheimes im niedersächsischen Lemgo keine klassischen Lichtschalter oder Heizungsregler zu verwenden. Statt dessen wurde das ganze Haus mit einem System ausgestattet, das über Funksender betrieben wird. Dieses regelt nicht nur die gesamte Beleuchtung und die Heizung, sondern steuert auch die Rollläden

"Anders als bei den meisten anderen Bauherren, saßen unsere Schalter und Steckdosen von Anfang an am richtigen Ort. Selbst auf einer Tür haben wir einen Schalter angebracht, was bei einer klassischen Verkabelung unmöglich gewesen wäre", berichtet Stephan Rothermel.

Neben Tastern für die Lichtsteuerung und Raumregler für die Heizung wurden an Türen und Fenstern Sensoren angebracht, die das System jederzeit informieren, ob irgendwo etwas offen steht. Sollte zum Beispiel ein Fenster zum Lüften geöffnet werden, wird automatisch die Raumtemperatur heruntergedreht, um Energie zu sparen. Beim Schließen des Fensters wird sie wieder automatisch erhöht. Alle Komponenten wurden an das I/O-Automationssystem von Wago angebunden. Dadurch können Heizung, Rollläden und Licht zentral gesteuert werden. 

Experten zufolge lässt sich durch eine solche Hausautomation der Energieverbrauch eines Gebäudes um bis zu 30 Prozent senken. Darüber hinaus werden die Anschaffungskosten reduziert. "Wenn ich die Kosten für Rohre, Leitungen und Digitaltechnik, die wegen der zentralen Steuerung für jeden Lichtschalter oder Heizungsregler erforderlich sind, mit der Funklösung vergleiche, wäre uns der konventionelle Ansatz teurer gekommen", ist sich Rothermel sicher. "Und dabei ist die Arbeitszeit, die für die konventionellen Unterputzleitungen anfällt, nicht einmal mitberechnet."

Doch nicht nur Anschaffungskosten waren günstiger, auch die Zeitersparnis war dem Bauherr zufolge enorm. Im Rohbau gab es beispielsweise erheblich weniger Unterputz-Installation. Die Putzer konnten schneller beginnen.  Zudem mussten insgesamt weniger Leitungen verlegt werden. Und letztendlich sei die gesamte Montage ohne Staub und Lärm verlaufen. "Alles was erforderlich war sind Zollstock, Wasserwaage und ein Bleistift", sagt Rothermel.  

Dafür, dass auch künftig möglichst geringe Kosten für Wartung und Betrieb der Schalter und Sensoren anfallen sorgt die Funktechnologie von Enocean, für die Rothermel sich entschieden hat. Das Besondere daran: Die Funksensoren brauchen keine Batterien und sind somit wartungsfrei. Möglich wird dies durch Energy Harvesting: Die elektrischen Geräte erzeugen die Energie, die sie benötigen, aus der Umgebung einfach selbst. Mögliche Quellen sind die Bewegungsenergie, die beispielsweise beim Betätigen eines Hebels oder Türgriffs frei wird, oder auch solare Energie. Das trägt zusätzlich zur Energieeffizienz bei. sth

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