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In Nichtwohngebäuden 20,1 TWh Wärme zurückgewonnen

Effizienztechnologie Wärmerückgewinnung wird unterschätzt

20.08.2014, 06:50

2013 sind in Deutschland alleine in Nichtwohngebäuden rund 20,1 Terawattstunden (TWh) Wärme durch  Wärmerückgewinnung zurückgewonnen worden, umgerechnet 5,83 Millionen Tonnen CO2 wurden dadurch eingespart. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier im Auftrag des Fachverbands Gebäude-Klima (FGK) und des Herstellerverbands Raumlufttechnische Geräte (RLT). Im Vergleich dazu haben Wärmepumpen, Solar-und Geothermie 2013 im gesamten Gebäudebereich zusammen lediglich rund 24,8 TWh an regenerativer Wärme bereitgestellt.

Seit dem Jahr 2007 hat sich die durch RLT-Anlagen mit Wärmerückgewinnung zurückgewonnene Wärme damit in etwa verdoppelt, stellen die Autoren Doktor Christoph Kaup und Professor Percy Kampeis fest. 2007 wurden in Deutschland noch 9,5 TWh an Wärme zurückgewonnen und damit rund 2,74 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Für das Jahr 2020 prognostizieren die Forscher eine weitere Steigerung beim Anteil der zurückgewonnenen Wärme auf rund 33,2 TWh, was einer CO2-Reduktion von etwa 9,61 Millionen Tonnen entsprechen würde.

"Mit den richtigen politischen Maßnahmen könnte die durch die Wärmerückgewinnung heute eingesparte Menge an Energie bis 2020 erneut verdoppelt werden. Dies wäre ein entscheidender Schritt zum Erreichen der Effizienzziele", sagt FGK-Geschäftsführer Günther Mertz. Sein Verband fordert daher, dass der Schwellenwert gesenkt wird, ab dem nach § 15 der Energieeinsparverordnung (EnEV) die Pflicht zum Einbau einer Wärmerückgewinnung besteht. Durch die kurzen Amortisationszeiten bedürfe es dazu keiner Förderung, wobei die Wertschöpfung zum größten Teil im Inland bliebe.

In Deutschland gibt es rund 1,8 Millionen Nichtwohngebäude: Büro-und Gewerbegebäude, Hotels, Schulen, Krankenhäuser, Industriehallen oder Versammlungsstätten. Obwohl diese und andere Nichtwohngebäude in ihrer Anzahl weniger als ein Zehntel des gesamten deutschen Gebäudebestands ausmachen, entfällt auf sie aufgrund des größeren Raumvolumens mehr als ein Drittel des Endenergieverbrauchs von Gebäuden insgesamt. Quelle: FGK / sth

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