Das iPad knipst das Licht aus
10.10.2012, 23:21
"Die Technik ist häufig noch zu kompliziert und zu teuer", antwortet Martin Öller, wenn er gefragt wird, warum sich Smart-Home-Lösungen bisher noch nicht auf breiter Basis durchgesetzt haben. Öller ist Geschäftsführer des österreichischen Anbieters Loxone, der ein Mini-Server-System für das Smart Home entwickelt hat. Damit dürfte er recht haben: 80 Prozent der potentiellen Benutzer erwarten sich eine Erleichterung des täglichen Lebens, so das Ergebnis einer Studie des Beratungshauses Capgemini.
Mit der Lösung von Loxone lassen sich verschiedene Geräte im Haus steuern - etwa für Licht, Heizung, Beschattung oder auch Musik, TV und Alarm. Der Server wird im Verteilerkasten installiert und bietet unter anderem mehrere digitale sowie analoge Ein- und Ausgänge, eine Ethernet- ebenso wie eine KNX/EIB-Schnittstelle.
Geräte lassen sich somit auf unterschiedliche Weisen mit dem zentralen Smart-Home-System verknüpfen. Dazu zählt die Verbindung über den Kommunikationsstandard KNX ebenso wie über die Drahtlos-Technik Enocean. Elektronische Geräte wie zum Beispiel ein PC oder ein AV-Receiver können über das lokale Netzwerk (LAN) in die Lösung integriert werden.
Öller will Hausbesitzern ein Paket aus Soft- und Hardware zur Verfügung stellen, mit dem sich ein Smart Home möglichst einfach umsetzen lässt. Der Mini-Server lasse sich intuitiv bedienen, meint Öller. Zum Beispiel über Smartphones und Tablet-Computer. "Beim Smart Home muss man dem Endkunden die Möglichkeit geben, Dinge selbst einzustellen", sagt Öller, "zum Beispiel muss er in der Lage sein, ohne spezielle technische Vorkenntnisse Schalter mit der gewünschten Funktion zu belegen."
Für die Installation und Einrichtung des Mini-Servers wird aber noch ein Elektriker benötigt. Innerhalb eines halben Tages könne ein erfahrener Fachmann das System konfigurieren, so Öller. 498 Euro muss ein Nutzer für die Smart-Home-Zentrale von Loxone zahlen.
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