Wohnungsbaugesellschaft hat Test gestartet

Wärmespeicher federn Stromlast ab

Steuereinheit kontrolliert die Anlage. © Dimplex

Der Energieversorger SWW Wunsiedel speichert überschüssigen Strom in Speicherheizung und Warmwasserspeicher.

Um die Lastspitzen von Ökostrom abzufedern, testet der Energieversorger SWW Wunsiedel GmbH derzeit den Einsatz von neuartigen Wärmespeichern in eigenen Bestandswohnungen. Für den Praxistest hat das Unternehmen eine Muster-Bestandswohnung zum "WUNWohnlabor" umgebaut.

"Das Gelingen der Energiewende hängt jedoch entscheidend davon ab, ob wir es schaffen, Erzeugung und Verbrauch zu synchronisieren. Das heißt auch, die Investitionen ins Netz mit Hilfe von Lastenverschiebung so wirtschaftlich und effizient wie möglich zu gestalten", weiß Marco Krasser, Geschäftsführer der SWW Wunsiedel GmbH. Ziel des Projekts sei es daher, in der Praxis zu testen, ob eine zeitgleiche Lastenverschiebung möglich ist. "Wir wollen die Wohnungen als aktiven Bestandteil des Netzes nutzen und zu Spitzenzeiten überschüssig produzierten Strom in den Speicherheizungen zwischenlagern, bis er zum Heizen gebraucht wird."

Das betrifft sowohl Überkapazitäten an sonnigen und windreichen Tagen als auch aufgrund von günstigen Strompreisen an den Energiebörsen. "Intelligent Quantum", die Speichertechnologie von Glen Dimplex, ist mit separat ansteuerbaren Heizelementen und einer Smart Grid-Schnittstelle ausgestattet und arbeitet im Verbund mit der zentralen Steuereinheit "Smart Eco System". Diese ermöglicht eine flexible Ladung von Speicherheizung und Warmwasserspeicher.

Vom Leitstellenrechner der SWW werden über eine gesicherte Cloud Informationen in die Wohnung übermittelt und Steuersignale zu den Elektrogeräten gesendet und Daten aus der Wohnung zurückgesendet. "Erstmals haben wir damit intelligente Speichergeräte, die mit dem Netz über Energieverbrauch und -bedarf kommunizieren können", erklärt Marco Krasser.

Die in der Wohnung angebrachte zentrale Steuereinheit schließlich organisiert und steuert alle intelligenten und mit Kommunikationstechnik ausgestatteten Geräte in der Wohnung – auch die Wärmespeichergeräte. Diese Zentraleinheit kann auch über TV, Tablet PC oder Smartphone angesprochen werden.

"Die Kombination aus Speicherheizung und Smart Eco System kann das Angebot von Energie sowie die Nachfrage danach bestmöglich aufeinander abstimmen", erklärt Edgar Timm, Technischer Leiter bei Glen Dimplex Deutschland. Im Vergleich zu älteren Speicherheizungsanlagen ließen sich die Energiekosten insgesamt um bis zu 45 Prozent senken, wenn IQ mit Smart Eco System, lastvariablen Tarifen, Fotovoltaik und Gebäudedämmung kombiniert wird. Quelle: Glen Dimplex / pgl

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