Jeder fünfte Hausbesitzer investiert mehr als 5.000 Euro

Heizungsmodernisierung steht hoch im Kurs

Jeder fünfte Hausbesitzer hat in den vergangenen drei Jahren mehr als 5.000 Euro in die Modernisierung seiner Immobilie investiert, berichten die Landesbausparkassen. 43 Prozent wollten Energie sparen.

Jeder fünfte Hausbesitzer hat in den vergangenen drei Jahren mehr als 5.000 Euro in die Modernisierung seiner Immobilie investiert. Im Durchschnitt gaben die Eigentümer dafür sogar 21.000 Euro aus – vor allem in neue Fußböden sowie Heizungs- und Warmwasseranlagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der GfK im Auftrag der Landesbausparkassen. Befragt wurden 3.100 Hauseigentümer. 17 Prozent planen in den kommenden drei Jahren umfassende Sanierungsmaßnahmen.

Insgesamt 43 Prozent der Modernisierer wollten eine Verbesserung der Energieeffizienz erreichen und ihre Kosten reduzieren, so die LBS-Experten. Die Investitionssumme für die energetischen Maßnahmen lag bei durchschnittlich knapp 22.000 Euro. Mehr als jeder zweite energetische Modernisierer bemerkte bereits nach kurzer Zeit eine deutliche Reduktion seiner Energiekosten. Im Schnitt senkt die Modernisierung der eigenen Immobilie die Energiekosten laut LBS um 560 Euro im Jahr. Laut Studie können energetische Maßnahmen zu Einsparungen von rund 30 Prozent führen.

Der Studie zufolge investierten 35 Prozent der Befragten in die Erneuerung von Fußböden und 33 Prozent in die der Heizungs- und Warmwasseranlage. Damit stehen diese Maßnahmen eindeutig im Vordergrund, gefolgt von der Verbesserung von Fenstern (28 Prozent), Armaturen beziehungsweise Wasserleitungen (27 Prozent) sowie der Elektrik (24 Prozent). Investitionen in Fassadenarbeiten (17 Prozent), Dacharbeiten (15 Prozent) sowie in die Wärmedämmung des Daches (15 Prozent) seien teurer und daher nicht ganz so häufig anzutreffen. Bislang noch eher selten (mit jeweils 4 Prozent) seien Energieinvestitionen in Fotovoltaikanlagen sowie Maßnahmen zum altersgerechten Wohnen.

Nach den Motiven befragt, geht es den Hauseigentümern nach Auskunft der LBS-Experten um mehr Wohnkomfort (48 Prozent der Befragten), sowie darum, aufgetretene Schäden zu beseitigen (47 Prozent) und Energiekosten zu sparen (43 Prozent). Während in 12 Prozent der Fälle die Befragten aufgrund "öffentlicher Zuschüsse" aktiv wurden, waren gesetzliche Vorgaben nur in zwei Prozent der Fälle Auslöser gewesen.

Eine wichtige Frage für private Eigentümer lautet: Wer kann einem bei der schwierigen Entscheidung über Ob und Wie der konkreten Modernisierung helfen? Hier zeigt das Umfrageergebnis laut LBS Research, dass der lokale Experte die erste Adresse ist: 84 Prozent der Hauseigentümer wenden sich zunächst an Handwerker. Dann folgen mit großem Abstand Freunde und Bekannte (23 Prozent) und erst danach Anbieter und Hersteller (21 bzw. 20 Prozent). bba

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