Niedrigere Ölpreise dürften bei der Abrechnung noch keine Rolle spielen

Heizkosten sind 2014 durch milden Winter gesunken

Heizkosten gingen 2014 durch den warmen Winter zurück. © co2 online

Die Heizkosten sind 2014 durch den milden Winter gesunken, so Techem.

Nach einer Prognose des Energiemanagers Techem ging der durchschnittliche Heizenergieverbrauch 2014 in deutschen Haushalten gegenüber 2013 um etwa 16 Prozent zurück. Diese Angabe bezieht sich auf diejenigen Mehrfamilienhäuser, in denen Techem den Verbrauch erfasst.

Der Heizölpreis ging 2014 durchschnittlich um 8,4 Prozent zurück, der Gaspreis blieb nahezu identisch. Niedriger Verbrauch gepaart mit sinkenden Preisen sollte eigentlich zu geringeren Kosten bei der Heizkostenabrechnung führen. Das wird aber 2014 noch nicht der Fall sein. Der Grund dafür ist, dass durch das milde Frühjahr möglicherweise viel Heizöl in den Tanks war. Abgerechnet wird aber nicht zu den aktuellen Preisen. Relevant ist, wie die Preise zum Zeitpunkt des Einkaufs waren, also vor der Heizperiode 2013/2014, und da waren sie noch hoch. Die Preisschwankungen gab es übrigens nur beim Heizöl, Gas und auch Holzpellets bleiben im Preis nahezu gleich.

Mieter, die auf eine geringere Heizrechnung hoffen, müssen sich also noch etwas gedulden. Es wird zunächst nur der wahrscheinlich niedrigere Verbrauch durchschlagen. Noch eine gute Nachricht: Derzeit wird in Berlin wieder über einen Heizkostenzuschuss nachgedacht, berichtet der Berliner Tagesspiegel.

Welchen Effekt die Gebäudesanierung an den reduzierten Verbräuchen habe, sei schwer zu sagen, sagt Techem-Sprecher Robert Woggon. Verbrauchsminderungen ließen sich zwar erkennen, aber die Kurve flache seit Jahren ab. Potentiale ließen sich aber noch durch viele gering investive Maßnahmen bei Heizungen heben. pgl

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