Probebohrungen fehlen noch

Geothermie-Kraftwerk in Landau bleibt vom Netz

Die Betreiber des Geothermie-Kraftwerks in Landau wollen wieder ans Netz. Das ist fraglich.

Aus der vom Betreiber des Geothermiekraftwerks in Landau angekündigten schnellen Wiederinbetriebnahme der Anlage wird wohl nichts. Das Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz halte es für unrealistisch, dass das Kraftwerk im Spätsommer wieder in Betrieb gehen könne, so ein Bericht des SWR.

Bevor über einen Neustart der seit März ruhenden Anlage gesprochen werden könne, müssten zunächst die Ursachen für die Bodenhebungen in Landau genau geklärt und abgestellt sein, zitiert der Sender einen Sprecher des Landesamtes.

Vermutet wird, dass Wasser 500 Meter unter der Erde ausgetreten ist und das Erdreich nach oben gedrückt hat. Eine Erkundungsbohrung könnte Klarheit bringen, aber die ist teuer, und ein entsprechender Antrag sei bisher nicht gestellt worden.

Nach Darstellung des Betreibers hatte ein Leck an einer Bohrlochdichtung in drei Meter Tiefe dafür gesorgt, dass sich der Boden hob. Die Anlage werde nun repariert. Der Leiter der Abteilung Bergbau beim Landesamt für Geologie und Bergbau, Thomas Dreher, bestätigte, dass es die defekte Dichtung gibt, meldete aber Zweifel an, ob dies die einzige Ursache sei.

Außerdem wurden im Grundwasser Schadstoffe gefunden, es müsse noch geklärt werden, ob die durch die Bohrungen verursacht werden. Dazu seien ebenfalls weitere Untersuchungen notwendig. Die Trinkwasserversorgung sei laut Behörden aber nicht in Gefahr. Von Seiten der Stadt regt sich schon seit Wochen Widerstand, der Stadtrat hat mittlerweile ein Veto gegen die erneute Inbetriebnahme angemeldet. Eveline Lemke, Wirtschaftsministerin des Landes, hatte eine Wiederaufnahme des Betriebs abgelehnt bevor die Ursachen für die Erdhebungen klar sei. pgl

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