Rips: Wir sind offen für Debatte um das Mietrecht

Für Mieterbund ist höhere Warmmiete denkbar

Bei einem höheren Wohnwert könne sich der Mieterbund auch mit höheren Warmmieten nach einer Effizienz-Sanierung anfreunden, so Franz-Georg Rips vom Deutschen Mieterbund.

Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbunds, setzte sich auf dem Dena-Energieeffizienzkongress 2010 in sieben Thesen mit dem Energieprogramm der Bundesregierung auseinander. Er begrüße es, es fehlten aber die Instrumente, um die dort definierten Ziele zu erreichen, verteilte er Lob und Tadel gleichermaßen.

Ihm fehle zudem ein Schwerpunkt auf dem wirklichen Energiesparen durch direkte Vermeidung des Verbrauchs von Energie. "15 bis 25 Prozent weniger Energieverbrauch wären durch richtiges Verhalten notwendig", nannte Rips konkrete Zielzahlen. Mit dem Modell einer warmmietenneutralen Vermietung nach einer Sanierung könne er sich durchaus anfreunden, selbst eine "höhere Belastung der Mieter ist denkbar, wenn sich der Wohnwert verbessert", so Rips weiter.

Ein Warmmietenmodell nach der Sanierung hatte auch Dena-Chef Stephan Kohler auf dem Kongress gefordert. Wenig Verständnis zeigte er dabei für die derzeitige Debatte, die Umlagemöglichkeit von 11 Prozent zu erhöhen. Das bringe auch den Vermietern wenig, die könnten ohnehin schon den derzeitigen Höchstsatz kaum durchsetzen, da die dann erreichte Miete die Vermietbarkeit in Frage stelle.

Sein Verband sei durchaus offen für Mietrechtsänderungen, betonte Rips. Die halte er inbesondere beim Contracting, der Wärmeversorgung durch Dritte, für notwendig. Die ist derzeit bei bereits bestehenden Mietverträgen schwierig. Notwendig sei zudem die stärkere Förderung von Mietspiegeln, die Komponenten der Energieeffizienz mit einbeziehen. Die gibt es bislang nur in einer Handvoll von Kommunen. 117pgl

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