Claude Turmes: "Höhere Ziele könnten Abhängigkeit reduzieren"

EU will nur schwache Stromsparziele für 2030

EU-Kommission und Rat wollen sich auf weniger ehrgeizige Ziele beim Energieeinsparen einigen.

Europa könnte langfristig auf ehrgeizige Vorgaben zum Stromsparen verzichten. Das meldete Greenpeace und bezieht sich dabei auf ein internes EU-Papier, das dem Infodienst dpa Insight vorliegt. Danach soll nach dem Willen von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionschef José Manuel Barroso das Stromeinsparziel bis 2030 bei 25 Prozent liegen und damit nur 5 Prozentpunkte über dem Ziel für 2020. Das EU-Parlament fordert eine Stromspar-Pflicht von 40 Prozent bis 2030. Der Grünen-Europaabgeordnete Claude Turmes kritisierte die Zurückhaltung. Auch vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise seien die laschen Pläne unverständlich. Würden wie vom EU-Parlament gefordert 40 Prozent Wärme und Strom eingespart, könnte man theoretisch auf die kompletten russischen Gasimporte verzichten, meinte Turmes. Bei der EU-Energieeffizienz ist der Referenzwert eine Prognose aus dem Jahr 2007. Damals war geschätzt worden, wieviel Wärme und Strom im Jahr 2020 ohne zusätzliche Maßnahmen verbraucht werden würden. Auf diesen Wert beziehen sich die EU-Vorgaben zum Stromsparen. Quelle: Greenpeace / pgl

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