Stuttgarter Institut legt Untersuchungsergebnis vor

Auflagen für Holzheizungen reduzieren Feinstaublast

Die Novelle der Bundesimmissionsschutzverordnung bringt eine Reduzierung der Feinstaubbelastungen bei Holzheizungen. Das belegt eine Studie.

Die neuen Umweltauflagen für Holzheizungen, Kaminöfen und andere kleine Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe, die seit Ende März 2010 in Kraft sind werden nach einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) spürbare Entlastungen bei den Feinstaubimmissionen bringen. In den betroffenen Wohngebieten wird die Belastung allein durch die neue 1. BImSchV um fünf bis zehn Prozent zurück gehen, so das Ergebnis der Untersuchung des Instituts für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart und des Ingenieurbüros Lohmeyer Karlsruhe. Weil die tatsächliche Belastung aus Kleinfeuerungsanlagen allerdings sehr stark von den örtlichen Gegebenheiten abhängt, hat das UBA die PC-Anwendung "BIOMIS" entwickeln lassen. Mit ihr können Planerinnen und Planer eigene Berechnungen für einzelne Wohngebiete durchführen. Diese Anwendung steht ab sofort kostenfrei zum Download zur Verfügung. Für die Studie war eine umfangreiche Grundlagenarbeit erforderlich: Es fehlte ein geeignetes Modellsystem, um die mögliche Feinstaubbelastung abzubilden. Die Forscherinnen und Forscher entwickelten deshalb zuerst das passende Modell und überprüften dieses während mehrerer Wintermonate mit Hilfe realer Messungen in einer Ortschaft mit einem hohen Anteil an Holzheizungen. Das Modell bestand den Test. Über 10.000 unterschiedliche Szenarien wurden von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern berechnet, um die Auswirkungen der verwendeten Brennstoffe und die Art und Qualität der Heizungen auf die Luftschadstoffe Feinstaub und Stickstoffdioxid darzustellen. Die so erzeugten Datensätze flossen in das Computerprogramm Immissionsprognose für die thermische Biomassenutzung (Biomis) ein. Diese PC-Anwendung erlaubt es – auf Basis der installierten Heizungen – für ein konkretes Gebiet die Luftbelastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid aus Kleinfeuerungsanlagen darzustellen. pgl

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