Luft/Wasser-Wärmepumpen sind derzeit am gefragtesten

Absatz von Wärmepumpen stieg 2011 zweistellig

Vor allem bei Luft/Wasser-Wärmepumpen ging der Absatz 2011 deutlich nach oben. Bei Geothermie bleiben die Kunden skeptisch.

Die Branchenstatistik des Bundesverband Wärmepumpe (BWP) für 2011 zeigt nach zwei verhaltenen Jahren wieder einen deutlichen Anstieg der Absatzzahlen: Mit 57.000 Stück wurden im Vergleich zum Vorjahr 11,8 Prozent mehr Heizungswärmepumpen verkauft. "Das ist angesichts der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen ein klares Bekenntnis der Verbraucher zur 'Zukunftstechnologie Wärmepumpe'", so BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski.

Im Trend liegen weiterhin Luft/Wasser-Wärmepumpen, die schon 2010 ein vergleichsweise starkes Jahr hatten. Mit 32.600 Stück wurden im vergangenen Jahr 21,6  Prozent mehr verkauft als 2010. Der BWP geht davon aus, dass die vielerorts komplizierte Genehmigungspraxis von Erdwärmebohrungen dazu beigetragen hat, dass sich der Absatz von erdgekoppelten Anlagen verhaltener entwickelt hat: Der Absatz von Sole/Wasser- bzw. Wasser/Wasser-Wärmepumpen lag mit insgesamt 24.400 Geräten nur 0,8 Prozent über den Zahlen von 2010. Damit haben die Luft/Wasser-Wärmepumpen 2011 ihren Marktanteil auf 57,2 Prozent ausgebaut.

Bei den kompakten Splitgeräten - bei denen die Wärmepumpe im Hausinneren installiert und Ventilator und Verdampfer getrennt von der Wärmepumpe außen aufgestellt werden - verzeichnet die Branche mit 12.400 Anlagen ein gutes Viertel Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr. Gekauft wird nach Preis. Luft/Wasser-Wärmepumpen - und hier insbesondere Splitgeräte - sind im Schnitt einige Tausend Euro günstiger in der Anschaffung als Erdwärmepumpen.

Die weitere Marktentwicklung hänge laut Stawiarski stark von den politischen Rahmenbedingungen ab: "Um das Marktpotenzial der oberflächennahen Geothermie voll ausnutzen zu können, brauchen wir zwei Dinge: Einerseits eine verlässliche und handhabbare Genehmigungspraxis und andererseits Förderrichtlinien, die sich an den im Vergleich höheren Investitionen orientieren."

Quelle: Bundesverband Wärmepumpe / bba

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