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Sanierung: Förderung ist zu kompliziert

Holger Krawinkel
Holger Krawinkel

Holger Krawinkel, Leiter des Fachbereichs Bauen, Energie und Umwelt beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, hält die bisherige Förderung bei der energetischen Sanierung für viel zu kompliziert. Nach einer Beratung solle es einen leichteren Zugang zu Zuschüssen oder Steuererleichterungen geben. Außerdem kritisiert er, die Politik gebe zu viel Geld zur Rettung der Banken und für Altindustrien und zu wenig für wirkliche Zukunftsinvestitionen wie energieeffiziente Sanierung aus.

Herr Krawinkel, sind Sie für oder gegen eine Abwrackprämie für Heizkessel?
Krawinkel: Die Abwrackprämie für PKW wird von den Verbrauchern gut angenommen. Die Frage ist, wie nachhaltig diese Prämie wirkt und was passiert, wenn sie ausläuft. Es muss auch bei anderen Prämienprogrammen untersucht werden, welche Wirkung damit langfristig erzielt werden soll. Wir wissen, dass es bei den Heizungsanlagen, ähnlich wie bei den PKW, eine relativ alte Flotte gibt. Ein nicht unerheblicher Teil müsste dringend erneuert werden, und es ist die Frage, wie die Verbraucher motiviert werden können, diese Ersatzinvestition zügig vorzunehmen. ... » zum kompletten Interview

   

Kessel-Abwrackprämie soll Modernisierungsstau auflösen

Kesselprämie soll Anreiz schaffen. Bild: Hoval

Frankfurt/Main. In Deutschland gibt es viel Modernisierungsbedarf in den Heizungskellern. Nur 12 Prozent der 17 Millionen Heizkessel sind auf dem heutigen Stand der Technik, schätzt Barbara Wiedemann, Präsidentin der VdZ (Vereinigung der deutschen Zentralwirtschaft). Die Branchenverbände VdZ und ZVSHK fordern daher die Einführung einer Abwrackprämie für alte Heizungskessel – analog zur gleichnamigen Maßnahme in der Autoindustrie. Eine solche Prämie würde den Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern "schlagartig auflösen", glaubt Michael von Bock und Polach, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima). Er nennt bereits eine mögliche Summe: Eine Kesselprämie von 1.500 Euro schaffe kurzfristig einen Konjunkturimpuls von 50 Milliarden Euro.... » zum kompletten Artikel

   

Bei Speichern und Regelung ist noch viel Potential

Patrick zur Hörst, Energieberaterverband GIH
Patrick zur Hörst

Bei innovativen Heizungen bestehe Verbesserungspotential bei der Beschickung der Pufferspeicher, meint Patrick Zur Hörst, Referent für Technik im Vorstand des Energieberaterverbands GIH. Bei konventionellen Energieträgern geht es um die flexiblere Koppelung mit Systemen, die erneuerbare Energien nutzen. Im EnBauSa-Interview erklärt zur Hörst, welche Technologien bereits einsatzreif sind und was die Unternehmen derzeit in der Pipeline haben.

Wonach fragen Ihre Kunden bei der Heizungssanierung, was ist ihnen wichtig?

Zur Hörst: Im Zuge der Heizungssanierung stehen häufig die Wahl des Energieträgers und mögliche Förderprogramme im Vordergrund. Bei umfassenden Modernisierungsmaßnahmen gilt es nicht selten den Neubaustandard zu erreichen. Da reicht anlagentechnisch in der Regel ein reiner Austausch des Wärmeerzeugers gegen eine Brennwerttherme nicht aus, hier kann in Verbindung mit einer solarthermischen Anlage jedoch der Grenzwert leicht erreicht werden. Alternativ geht es um Biomasse, sprich Pelletskessel. ...  » zum kompletten Interview

   

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