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Monopole treffen Handwerk und Endverbraucher

ZVSHK: Anschlusszwang macht Fernwärme teuer

22.07.2014, 06:30

Gegen den Fernwärme-Anschluss-Zwang in vielen Kommunen tritt Manfred Stather, Präsident des ZVSHK, ein. Sein Verband vertritt Handwerksunternehmen. Das Fernwärme-Monopol verhindere den Wettbewerb, da es regional meist nur einen Anbieter gebe, der die Preise diktieren könne.

Fernwärme sei in vielen Fällen deutlich teurer als zum Beispiel das von den Erzeugerpreisen vergleichbare Heizen mit Erdgas. Auch das Bundeskartellamt habe in seiner 2012 abgeschlossenen "Sektoruntersuchung Fernwärme" Wettbewerbs-Defizite bei den Fernwärmemärkten festgestellt, so Stather weiter. Dabei sei auch herausgekommen, dass die Fernwärme tendenziell dort teurer sei, wo ein Anschlusszwang an das Fernwärmenetz vorgeschrieben ist.

Der ZVSHK sieht sich darin bestätigt, dass die regionalen "Fernwärme-Monopole" nicht nur zu Lasten des Handwerks gehen, sie träfen auch den Endverbraucher, so Strather weiter. Das Bundeskartellamt empfehle im Wärmemarkt eine Stärkung des Systemwettbewerbs, um Druck auf die Preissetzung auszuüben.

Der Verband fordert neben mehr Transparenz auch eine Verkürzung der Vertragslaufzeiten für private Endverbraucher. "Die Gewährleistung gleicher Voraussetzungen für alle Marktteilnehmer bedeutet schließlich, Fernwärme-Abnahme-Verpflichtungen auf wenige Ausnahmen zu beschränken", erklärt Stather weiter.

Auch Wohnungsbaugenossenschaften versuchen teilweise, sich gegen den Zwang zur Fernwärmenutzung zu wehren. So hatte die Wohnungsbaugenossenschaft Halberstadt (WGH) gegen die Stadt Halberstadt geklagt. Quelle: ZVSHK / pgl

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