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Verbraucherzentrale rät zur Prüfung langfristiger Tarife

Weitere Erhöhung der Gaspreise angekündigt

24.07.2011, 00:00

Nach bereits angekündigten Preiserhöhungen gehen Preisvergleichsportale von weiter steigenden Gaspreisen für den Rest des Jahres aus. Bis zu 404 Euro mehr kann das pro Haushalt nach Angaben von Toptarif in einzelnen Gebieten bedeuten.

Nachdem bereits im Juni und Juli mehr als 50 regionale Gasversorger an der Preisschraube gedreht haben, setzt sich der Trend steigender Gaspreise auch in den kommenden Wochen und Monaten fort. Toptarif meldet, dass mindestens 90 weitere Unternehmen Preiserhöhungen im August und September von durchschnittlich 10,9 Prozent angekündigt haben. In einigen Regionen müssen sich Verbraucher sogar auf Kostensteigerungen von 20 bis 29 Prozent einstellen.

Laut Angaben des Preisvergleichsportals Verivox gibt es große Preisunterschiede zwischen örtlichen und überregionalen Gasanbietern. Im August 2011 bezahlen Verbraucher im günstigsten Tarif des örtlichen Gasversorgers für 20.000 kWh durchschnittlich 1.244 Euro pro Jahr. Im günstigsten verfügbaren Tarif (ohne Vorauskasse) liegen die durchschnittlichen Kosten bei 945 Euro.

Teurer wird es im Rahmen der anstehenden Preisrunde für etwa jeden fünften Haushalt mit Gasbezug, da die Gaspreise unter anderem bei einigen Schwergewichten in der Branche wie EnBW, der E.ON-Tochter E.ON Avacon sowie beim norddeutschen Regionalversorger EWE anziehen. Auch in Großstädten wie Frankfurt am Main, Duisburg, Wuppertal, Bonn, Aachen, Chemnitz oder Hamm müssen Verbraucher für ihre Gasversorgung in den kommenden Wochen wieder tiefer in die Tasche greifen. Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie und Wasserwirtschaft werden knapp 19 Millionen Haushalte in Deutschland mit Erdgas beheizt.

"Durchschnittlich werden für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit 20.000 kWh Gas Jahresverbrauch Mehrkosten in Höhe von etwa 143 Euro in den betroffenen Regionen anfallen", erklärt Daniel Dodt von Toptarif. In der Spitze können sogar bis zu 404 Euro pro Jahr zusätzlich fällig werden. Anbieter, die sich primär über langfristige und ölpreisgebundene Lieferverträge mit Gas eindecken, haben derzeit einen entsprechenden Anpassungsdruck bei der Festlegung der Endkundenpreise.

In den langfristigen Lieferverträgen ist der Gaspreis in der Regel mit etwa einem halben Jahr Verzögerung an den Ölpreis gekoppelt. Dieser ist in den letzten Monaten - mit Blick auf eine insgesamt stärkere Nachfrage nach Öl im Zuge einer anziehenden Weltkonjunktur sowie in Folge der Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten - stark angestiegen. Unternehmen, die hingegen stärker auf kurzfristigere Beschaffungsstrategien setzen und größere Gasmengen an den verschiedenen Großhandelsplätzen einkaufen, besitzen mehr Spielraum bei der Preisgestaltung, da sie das Gas in der Regel zu weitaus günstigeren Konditionen beschaffen können. "Dennoch ist zu erwarten, dass gerade zu Beginn der Heizperiode im Oktober zahlreiche weitere Gasversorger Tariferhöhungen vornehmen werden, gerade vor dem Hintergrund, dass sich die Branche dem gestiegenen Ölpreis vorerst nicht wird entziehen können", führt Dodt aus.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät, Tarife mit längerfristigen Preisgarantien zu prüfen. Bei ständig steigenden Energiepreisen könne sich ein Tarif mit einer Preisgarantie von einem Jahr auszahlen. pgl

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