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Pumpeneinsatz im Altbau sollte zeit- und bedarfsgesteuert sein

Warmwasserzirkulation kostet Geld

08.06.2015, 08:54

Heißes Wasser aus dem Hahn, ohne zu warten – die Zirkulation macht's möglich. Dieser Luxus kostet allerdings Geld, denn in zentralen Wassersystemen geht für die ständige Bereithaltung oft mehr Energie verloren als für das tatsächlich gezapfte Warmwasser. Da dieser Aufwand nicht gesondert erfasst wird, wird er oft unterschätzt.

In älteren Zirkulationsleitungen kreist das warme Wasser nach dem Schwerkraftprinzip ohne elektrische Pumpe. Das funktioniert nur, weil das Warmwasser im Kreislauf ständig deutlich abkühlt. "Im Einfamilienhaus werden dafür schnell zwei- bis dreihundert Euro im Jahr fällig", erklärt Peter Kafke, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Bei neueren Systemen werden zwar gut gedämmte Leitungen eingesetzt, dafür müssen dann aber elektrische Pumpen den Kreislauf antreiben. Das schlägt mit rund 30 Euro Stromverbrauch jährlich zu Buche, spart aber einen höheren Gegenwert an Wärme ein.

Im Einfamilienhaus-Neubau ist es am besten, die Warmwasserleitung ganz ohne Zirkulation zu planen. Das spart Strom und Wärme ein, führt nicht zu nennenswerten Wartezeiten und kostet kaum ungenutzt ablaufendes Kaltwasser. "Typischerweise sind das vielleicht zwei Kubikmeter im Jahr", so Peter Kafke.

Kann im Altbau auf eine Zirkulationsleitung nicht verzichtet werden, weil durch überdimensionierte Leitungen Wartezeiten und Wasservergeudung zu groß sind, so lohnt doch eine Optimierung durch den Fachmann. Dafür ist eine Hocheffizienzpumpe Pflicht, deren Einsatz nach Zeit oder Wassertemperatur bedarfsweise gesteuert wird. Begrenzt werden diese Sparmöglichkeiten, wenn Mindesttemperaturen aus hygienischen Gründen geboten sind. Quelle: VZBV / pgl

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Kommentare zur Meldung

Kommentare 1 - 1 von 1.

Ricadi - 09.06.2015, 17:00

Wie sieht es denn mit der Gefahr Legionellenbildung aus, wenn auf eine Zirkulationsleitung im Neubau verzichtet wird?

 

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