RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Heizung » Aktuelles » Artikel » Wärmepumpen profitieren von sauberem Strom-Mix

Pellet-Heizung bei CO2-Bilanz noch besser

Wärmepumpen profitieren von sauberem Strom-Mix

15.11.2012, 00:00

Grafik einer Wärmepumpe
Wärmepumpen profitieren von besserem Strom-Mix. © BWP

Auf dem 10. Forum Wärmepumpe in Berlin präsentierte der Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP) Anfang November erste Ergebnisse einer Studie der TU München. Im Rahmen ihrer "energiewirtschaftlichen Bewertung der Wärmepumpe in der Gebäudeheizung" untersuchen die Wissenschaftler, welche Auswirkungen der Einsatz von Wärmepumpen auf CO2-Emissionen und Primärenergieverbrauch in Deutschland hat. Sie haben damit eine Studie aus dem Jahr 2009 fortgeschrieben.

Eine heute installierte Anlage werde in zwanzig Jahren etwa drei Viertel weniger Primärenergieverbrauch und CO2-Emissionen verursachen als beispielsweise eine Öl-Brennwertheizung mit solarer Trinkwassererwärmung nach EnEV-Standard, betonte Karl-Heinz Stawiarski vom Bundesverband Wärmepumpe bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Angeschaut haben sich die Forscher dabei Öl- und Gas-Brennwertkessel im Vergleich mit Luft-Wasser-Wärmepumpen, Solewärmepumpen und einem Pelletkessel. Im Bestand wurde bei Öl und Gas zudem ein Niedertemperaturkessel betrachtet. Der hat beim CO2-Ausstoß nicht wesentlich schlechter abgeschnitten als moderne Brennwert-Technik.

Die Studie zeige, dass Wärmepumpen im Vergleich zu einem alten Ölkessel bereits mit dem derzeitigen Strommix 42 bis 52 Prozent der nicht-regenerativen Primärenergie sparen, so der Bundesverband Wärmepumpe. Im Neubau nach EnEV-Standard betrage die Ersparnis 32 bis 43 Prozent gegenüber einer Öl-Brennwertheizung mit Solarer Trinkwassererwärmung.

Zugrunde gelegt wird bei dieser Interpretation, dass die Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von 4 erreicht. Das ist allerdings in der Regel zu hoch gegriffen. So hat das Fraunhofer ISE bei Langzeittests maximal Jahreszahlen zwischen 3 und 4 berscheinigt.

Als Berechnungsgrundlage für das Basisjahr 2011 dienten den TUM-Wissenschaftlern die vom International Institute for Sustainability Analysis and Strategy (IINAS) prognostizierten GEMIS-Werte für die CO2-Emissionen und den Primärenergiefaktor des Strommixes. Für die Folgejahre haben die Wissenschaftler mit einer Simulation errechnet, dass der Primärenergiefaktor von derzeit 2,2 kWh nicht-erneuerbare Primärenergie für eine Kilowattstunde Strom bis 2030 auf unter 0,8 sinkt.

Die Studie hat außerdem die CO2-Bilanz unterschiedlicher Wärmepumpen und von Pellet-Heizungen verglichen. Dabei schneidet wie zu erwarten die Pellet-Heizung besser ab. Einen Vergleich der CO2-Vermeidungskosten gibt es aber in der Studie nicht. Der ist auch aufgrund unsicherer künftiger Rohstoffpreise schwierig.
von Pia Grund-Ludwig

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner

Anzeige