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Umweltministerium Baden-Württemberg gibt Tipps

Wärmepumpe nur bei guter Dämmung sinnvoll

09.09.2009, 09:09

In Altbauten arbeiten Wärmepumpen nur dann effizient, wenn das Haus nach einer Sanierung gut gedämmt ist und eine Fußboden- oder Wandheizung verwendet wird, betont Claudia Rist vom Programm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg. "Hausbesitzer können an der Jahresarbeitszahl erkennen, ob die Anlage effizient läuft oder hohe Stromkosten verursacht", so Rist. "Die Zahl sollte zwischen 3,5 und 4 liegen." Nicht verwechseln sollte man die Jahresarbeitszahl mit der Leistungszahl. Die Leistungszahl beschreibe die Gesamteffizienz auf dem Prüfstand, nicht in der Praxis. 

Der effiziente Betrieb von Wärmepumpen wird auch bei der finanziellen Förderung immer wichtiger: Das BAFA hat seit 1. Juli 2009 die Anforderungen verschärft. Die Berechnungsgrundlage der Jahresarbeitszahl wurde geändert, außerdem sind Wärmemengenzähler obligatorisch. "Erdreich, Grundwasser oder Außenluft dienen Wärmepumpen als Wärmequelle", erklärt Dieter Bindel, erster Vorsitzender des baden-württembergischen Landesverband der Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker e.V. (GIH).

Die Umweltwärme wird mit elektrischer Energie auf ein höheres Temperaturniveau gebracht. Je geringer der Temperatursprung ist, desto effizienter arbeiten Wärmepumpen. "Daher sind Wärmepumpen ideal geeignet für Fußboden- und Wandheizungen, da diese Heizflächen mit niedrigeren Temperaturen arbeiten", so Bindel.

Anträge auf eine Wärmepumpen-Förderung können in der Zeit von der Herstellung der Betriebsbereitschaft bis sechs Monate danach gestellt werden. Die beim Förderantrag nachzuweisende Jahresarbeitszahl berechnet der Fachunternehmer im Voraus. Das BAFA überprüft die Richtigkeit, indem sie stichprobenweise Antragsunterlagen auswertet und Untersuchungen vor Ort durchführen lässt. Die Anforderungen sollen sicherstellen, dass die geförderten Wärmepumpen auch tatsächlich einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Für besonders effiziente Wärmepumpen gibt es einen Bonus: Erreichen Wärmepumpen im Gebäudebestand eine Jahresarbeitszahl von mindestens 4,5, so erhöhen sich die Fördersätze und Fördergrenzen um 50 Prozent. Errichten die Hausbesitzer gleichzeitig eine thermische Solaranlage, gibt es einen Kombinationsbonus in Höhe von 750 Euro. pgl

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