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Verband berechnet CO2-Einsparung in einer Studie

"Wärmepumpe ermöglicht Primärenergieeinsparungen"

19.05.2009, 17:07

Bohrung für Erdsonde
Wärmepumpen haben aufgrund des Stromverbrauchs kein gutes Image. © Pixelio/Ruhbaum

Wärmepumpen haben aufgrund des hohen Stromverbrauchs noch immer kein besonders gutes Image. So rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zur Vorsicht beim Einsatz von Wärmepumpen. Aktuelle Praxistests zeigten, dass eine vertretbare Emissionsbilanz im realen Betrieb häufig nicht erreicht werde, schreiben die Verbraucherschützer im Januar 2009.

Der Bundesverband Wärmepumpe kommt zu anderen Ergebnissen. Er hat am Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik der Uni München eine Analyse und Bewertung der Wärmepumpe in Auftrag gegeben, die das öffentliche Bild aufpolieren soll. Sie vergleicht Referenztechnologien hinsichtlich Primärenergiebedarf und CO2-Emissionen. Zudem wurden anhand von Szenarien Rückwirkungen eines vermehrten Wärmepumpeneinsatzes auf die Struktur der Stromerzeugung untersucht.

Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung: Die Wärmepumpe ermögliche bei Betrieb mit dem allgemeinen Strommix in Deutschland 2008 Primärenergieeinsparungen zwischen 25 und 50 Prozent, hat das Team um Professor Ulrich Wagner errechnet. Bei zukünftig erheblich steigenden Anteilen regenerativer Energien in der Stromerzeugung verbessere sich Energie- und Umweltbilanz der Wärmepumpe nochmals deutlich. Tendenziell positiv für die Wärmepumpe wirken zukünftige Möglichkeiten der Aufnahme temporärer hoher Strommengen aus erneuerbaren Energien.

In den Szenarien geht Wagner von einer Million neu installierter Wärmepumpen aus. Diese benötigen für die Bereitstellung der Raumheizwärme etwa 3,8 Terrawattstunden elektrische Energie pro Jahr. Die Wärmepumpe trage erheblich zur Diversifizierung der Primärenergiestruktur in der Gebäudeheizung bei. Sie spare nicht nur absolut Primärenergie pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche ein, sondern ersetze die besonders begrenzten Primärenergieträger Öl und Gas durch einen breiten Mix von heimischer Braunkohle bis hin zu regenerativen Energien.

Da konventionelle Wärmeerzeuger nicht am CO2-Zertifikatehandel teilnehmen, führe deren Substitution durch Wärmepumpen zu sinkenden Gesamtemissionen, da Wärmepumpen aufgrund des Strombezugs indirekt am Zertifikatehandel teilnehmen, so die Erhebung.

Während im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz für Luft/Wasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,5 und für Erdreich/Wasser-Wärmepumpen von 4,0 gefordert ist, führe die Wärmepumpe bereits ab einer Jahresarbeitszahl von 2,0 zu einer Einsparung von CO2-Emissionen für das Jahr 2008.

In einem Beispielgebäude mit einem Verbrauch von 86 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) reduziere die Wärmepumpe die CO2- Emissionen je nach Technologie zwischen 7,5 und 12,5 kg/m2a, ausgehend von 22,5 kg/m2a bei Gasbrennwertkesseln. pgl

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