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Plattformen sollen zum 26. September fertig sein

Vorbereitungen für Heizungslabel laufen

05.08.2015, 08:30

Heizungslabel für Neuanlagen
Ab 26. September 2015 sind Heizungslabel Pflicht. © IWO

Ab 26. September 2015 wird ein neues EU-Energielabel für Wärmeerzeuger mit Effizienzklassen von A++ bis G eingeführt. Pflicht ist es für fossil betriebene Heizkessel und Heizgeräte, Wärmepumpen und Durchlauferhitzer bis 400 Kilowatt Leistung, Blockheizkraftwerke bis 50 Kilowatt elektrische Leistung und Warmwasser- und Pufferspeicher mit einem Volumen bis 2.000 Liter. Begleitend  müssen Wärmeerzeuger bis 70 Kilowatt Leistung und Speicher bis 500 Liter Volumen mit einem Energielabel gekennzeichnet werden.

Das Label informiert mit der Angabe einer Effizienzklasse und einer Farbskala von Grün bis Rot über den Energieverbrauch. Zusätzlich gibt es auch die Heizleistung, Wirkungsgrad und den Schallleistungspegel an. In den ersten vier Jahren reicht die Skala von A++ bis G. Ab August 2019 soll es dann noch sparsamere Heizgeräte geben. Die Skala verschiebt sich dann nach oben und reicht vom Label A+++ bis D. Diese Labels müssen bereits bei Angeboten, die Handwerker für Heizungsanlagen erstellen, mit angegeben werden. Von den Erneuerbaren werden Wärmepumpen und Solarthermie gelabelt, Holzheizungen noch nicht. In der EU konnte man sich zu Holzheizungen nicht auf Normen einigen.

Branchenverbände wie VDZ und BDH bieten Lösungen an, die Handwerkern die Erstellung der Labels erleichtern und die sie für Planungszwecke nutzen können. Noch sind sie im Aufbau, aber man sei im Zeitplan und auf jeden Fall bis 26. September am Start, heißt es.

Die VdZ bietet Planern und Handwerkern die Plattform Heizungslabel zur Erstellung der Labels an. Sie ist offen für alle Hersteller, diese können ihre Daten selbst hochladen. Start war im März zur Fachmesse ISH. Die Plattform besteht aus einer Produktdatenbank und einem Berechnungsprogramm. Installateure können darauf zugreifen. Neben der VdZ haben sich der Bundesverband Solarwirtschaft, der Bundesverband Wärmepumpe, die ARGE Neue Medien und der Bundesverband Bausoftware an der Entwicklung beteiligt.

"Insgesamt haben bereits 70 Hersteller einen Nutzungsvertrag für die VdZ-Plattform Heizungslabel unterzeichnet", so VdZ-Geschäftsführer Michael Herma auf Nachfrage von EnbauSa.de. Unter den Herstellern, die bislang mit an Bord sind, sind zum Beispiel Juratherm, Oventrop, Meibes System-Technik, LG Electronics, Gasokol, Reflex Winkelmann, Wilo, Kermi, August Brötje, Stiebel Eltron, Vaillant, Buderus, Junkers, Honeywell, Wolf, und Panasonic. Einige Große wie Viessmann oder Weishaupt fehlen.

Einspeisung der Daten läuft noch

Auch ist die Anzahl der bislang auf der Plattform eingestellten Produkte derzeit noch relativ gering. "Das liegt in erster Linie an einer technischen Umstellung der Dateneinspeisung, die eine erneutes Hochladen der Daten auf die Plattform erforderlich gemacht hat. Da gerade Ferienzeit ist, sind einige Daten, die zuvor bereits auf der Plattform waren, noch nicht wieder aufgetaucht", so Herma.

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