Viessmann gelingt deutliche Schadstoff-Reduktion
Der Fauxpas ist ärgerlich, denn r verunsichert die Betreiber von Pelletheizungen und lenkt von den Projektergebnissen ab. Die können sich nämlich durchaus sehen lassen: Die im Projekt getestete Viessmann-Versuchsanlage stößt bei Volllast mit 3,9 Milligramm pro Kubikmeter Abgas 74 Prozent weniger Feinstaub aus als vergleichbare, dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Pelletfeuerungen. Der Kohlenmonoxid-Ausstoß ist 72 Prozent geringer, die Gesamtstaubemission 66 Prozent. Bei einer Auslastung von 30 Prozent war das Reduktionspotenzial der staub- und gasförmigen Emissionen im Vergleich zum Stand der Technik im Test sogar noch höher: 81 Prozent beim Gesamtstaub, 83 Prozent beim Feinstaub und sogar 90 Prozent beim Kohlenmonoxid (CO). "Die CO-Emissionen lagen mit 10 bis 15 Milligramm je Kubikmeter Abgas auf einem für den Teillastbetrieb sehr niedrigen Niveau", schreibt Viessmann im Abschlussbericht des geförderten Entwicklungsprojekts.
Erreicht werden die guten Werte durch das zwischen 2008 und 2010 entwickelte "Low-Dust"-Feuerungskonzept, das für Pellet-Kessel mit einer Leistung zwischen 10 und 25 Kilowatt (kW) konzipiert ist. Die Viessmann-Entwickler haben den Verbrennungsprozess von Weichholz-Pellets genau untersucht und auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse einen Brennraum konstruiert, der eine möglichst vollständige Verbrennung der Pellets mit geringen Emissionen erlaubt.
Wichtig war dabei ihrem Bericht zufolge zum einen eine "entsprechende Auslegung des Rostes und der Primärverbrennungszone, um die Aufwirbelung von Asche- und Holzkohlepartikel und somit die Emissionen von groben Flugaschepartikel möglichst zu minimieren. Zudem vollständigen Ausbrand zu erreichen und die Bildung von organischen Aerosolen zu vermeiden.
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