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Verbraucher sollten sich nicht mit Anschaffungskosten ködern lassen

Verbraucherzentrale warnt vor Elektroheizung

31.01.2013, 07:15

Während der Heizsaison taucht sie in den Werbeanzeigen wieder überall auf: die Elektroheizung. Die Anbieter versprechen neben niedrigen Heizkosten auch hohen Komfort und sogar ein gutes Gewissen dank CO2-Reduktion.

Peter Kafke, Energiereferent der Verbraucherzentrale, warnt jedoch vor bösen Überraschungen. "Statt zu sparen treibt eine Stromheizung die Energiekosten oft in ungeahnte Höhen, besonders, wenn das Haus schlecht gedämmt ist", erklärt der Fachmann.

Immer wieder, so der Energiereferent, sitzen in unseren Beratungen Verbraucher, die sich ihre astronomische Stromrechnung nicht erklären können. Besonders teuer sind Heizungen, die tagsüber Strom verbrauchen, wie zum Beispiel die massiv beworbenen Infrarot-Flächenheizungen.

Im Gegensatz zum etwas günstigeren Nachtstrom für zirka 17 Cent pro kWh kostet Strom tagsüber durchschnittlich 27 Cent pro kWh. Zum Vergleich: Für Gas fallen für jede kWh rund sieben, für Heizöl umgerechnet etwa neun und für Holzpellets fünf Cent an. Damit sind die Energiekosten einer Elektroheizung zwei- bis dreimal so hoch wie bei anderen Energieträgern.

"Einsparungen, die Anbieter auf Grund vergleichsweise niedriger Investitionskosten versprechen, sind damit in kurzer Zeit wieder aufgezehrt", erklärt der Experte. Und auch für den Klimaschutz ist die Elektroheizung lediglich unter bestimmten Voraussetzungen ein Gewinn: Emissionen können nur gesenkt werden, wenn der Strom konsequent über einen zertifizierten Ökostromtarif bezogen wird. Den gibt es allerdings nicht als Nachtstromtarif. Bei den meisten Angeboten verursacht Heizen mit Strom wegen der Verluste bei Stromerzeugung und -transport also deutlich höhere Emissionen als andere Energieträger. Quelle: VZBV / pgl

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Kommentare zur Meldung

Kommentare 1 - 4 von 4.

Arnold Drewer - 19.02.2013, 16:45

Ich wundere mich, dass Herr Dr. Seitz sich nicht mehr meldet. Er schreibt:

... Wenn man mit den genannten kWh- Kosten für die verschiedenen Systeme rechnet (was nicht ganz realistisch ist), wird völlig vergessen, dass der Strom fast ohne Verluste in Wärme umgewandelt wird (je nach Qualität je Infrarot-Platten)...

nein, nicht "fast ohne Verluste" - sondern ganz ohne Verlust! In welche Energieform - wennnicht Wärme - soll denn der Verlust entstehen? (Energieerhaltungssatz, Herr Dr.)...

.... Wieviel vom Wärmeinhalt von Öl oder Gas in der Wohnung ankommt ist fraglich....

Wieso fraglich? Ein Brennwertgerät wandelt das Gas fast zu 100% in Wärme um. Alte Ölkessel sind natürlich viel schlechter.

... Laut einer Studie der Uni Kaiserslautern liegt der Verbrauch von Infrarot-Heizplatten bei 1/3 der Menge von Öl oder Gas (in kWh gerechnet)....

Das ist üblich: man zitiert eine Studie einer Uni. Dann ist der größte Unsinn schon geadelt!

....Mit diesem Ansatz, dem Hinweis eines völlig anderen Raumklimas...

er meint die Strahlungsheizung. Die hab ich mit meiner (gasbetriebenen) Wandflächenheizung auch.

... und den deutliche geringeren Investitionskosten sind mittlerweile Infrarot-Heizungplatten in einigen Fällen die bessere Alternative....

man lese einfach nur die Stellungnahme der VZ. Da ist alles einfach und gut erklärt.

...Wenn der Strom ökologisch erzeugt wird oder durch PV-Anlage selbst verbraucht werden muss, wird die ökologische Bewertung dieser Heizung noch besser....

oha! Nur gut, dass meine Wandflächenheizung mit Gas und nicht mit "Öko-Strom" vom Dach betrieben wird (es ist z.Zt. draußen dunkel und kalt und wolkig)

...Aber es dauert immer eine Weile, bis sich neue Gedankenansätze durchsetzen....

ja, leider. Auch das Perpetuum mobile wird im Straßenverkehr immer noch nicht eingesetzt - dabei ist es schon x-mal erfunden worden.

Arnold Drewer - 18.02.2013, 17:45

etwas witzig: auf der linken Seite wird dringend vor (Infrarot)-Elektroheizungen gewarnt - auf der rechten Seite dann eine diesbezügliche Anzeige.
Ich verstehe auch nicht so recht, warum die Elektro-Heizungen nicht schon lange verboten werden. Und ich verstehe nicht, warum man sowas überhaupt verkaufen kann. Vermutlich deshalb, weil den meisten Menschen die elementaren Regeln der Thermodynamik nicht bekannt sind:
1. Wärme strebt danach, ein Gleichgewicht zu erzielen (von der warmen zur kalten Seite hin)
2. das gilt auch für das System "Haus". Es ist im Winter erheblich wärmer drinnen als draußen. Also existiert ein Energiefluss von der warmen zur kalten Seite hin.
3. (energetische) Leistung wird u.a. in kWh gemessen (und bezahlt)
4. verbrauche ich 1 kWh Gas (welche durch moderne Gas-Brennwert-Geräte fast verlustfrei in Wärme umgesetzt wird) - dann zahle ich z.Zt. ca. 8 ct/kWh
5. verbrauche ich 1 kWh Strom (welche verlustfrei in 1 kWh Wärme umgesetzt wird) - zahle ich ungefähr 27 ct/kWh.
Jetzt wäre noch die Frage, was wohl teurer ist? Und was Beutelschneiderei ist???

Anmerkung der Redaktion zur Anzeige: Unsere Angebote sind kostenfrei, wir finanzieren uns unter anderem über Anzeigen. Wir halten unsere Leserinnen und Leser für klug genug zwischen beidem zu unterscheiden.

Dipl.-Ing. Ulrich Seiz - 05.02.2013, 11:28

Die Frage ist, für wen hier die Verbraucherzentrale tätig ist. Wenn man mit den genannten kWh- Kosten für die verschiedenen Systeme rechnet (was nicht ganz realistisch ist), wird völlig vergessen, dass der Strom fast ohne Verluste in Wärme umgewandelt wird (je nach Qualität je Infrarot-Platten). Wieviel vom Wärmeinhalt von Öl oder Gas in der Wohnung ankommt ist fraglich. Laut einer Studie der Uni Kaiserslautern liegt der Verbrauch von Infrarot-Heizplatten bei 1/3 der Menge von Öl oder Gas (in kWh gerechnet).
Mit diesem Ansatz, dem Hinweis eines völlig anderen Raumklimas und den deutliche geringeren Investitionskosten sind mittlerweile Infrarot-Heizungplatten in einigen Fällen die bessere Alternative. Wenn der Strom ökologisch erzeugt wird oder durch PV-Anlage selbst verbraucht werden muss, wird die ökologische Bewertung dieser Heizung noch besser. Aber es dauert immer eine Weile, bis sich neue Gedankenansätze durchsetzen.

Michael Keck - 05.02.2013, 10:30

Sehr geehrte Damen und Herren,

kennen Sie den Forschungsbericht der TU Kaiserslautern zur Gegenüberstellung einer Infrarotstrahlenheizung zur Gasheizung im Altbaubereich? Ich kann Ihnen diese gerne zumailen, falls gewünscht.
Da ich im technischen Bereich nicht sehr bewandert bin, würde mich Ihre Stellungnahme hierzu sehr interessieren.

Gerne, die Redaktion

 

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