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Preise nähern sich an normale Tarife an

Verbraucherzentrale für Vorsicht bei Wärmepumpenstrom

24.05.2012, 08:31

Die Absätze von Wärmepumpen steigen seit Jahren deutlich, die Stromversorger rühren kräftig die Werbetrommel für das Heizen mit Strom. Auch der Einsatz von Fotovoltaik vom eigenen Dach zur Versorgung von Luftwärmepumpen überzeugt viele Benutzer, da er für eine bessere Primärenergiebilanz sorgt als der Verbrauch normalen Haushaltsstroms.

Bei den Wärmepumpentarifen der Stromversorger ist aber Vorsicht geboten. Darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Die Verbraucherschützer haben bei 63 Stromversorgern des Landes nachgefragt und enorme Preisunterschiede festgestellt, wenn die Benutzer Strom für die Wärmepumpe beziehen wollen. In der Regel bieten sowieso nur die Grundversorger spezielle Tarife für Wärmepumpenstrom an.

Die Verbraucherschützer haben eine Modellrechnung für einen Neubau mit Wärmepumpe und Fußbodenheizung und einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden aufgemacht. Hier kamen sie auf Unterschiede von über 300 Euro pro Jahr. Am teuersten war nach den Ermittlungen das Paket für Wärmepumpenstrom mit 1.240 Euro in Ludwigshafen.

Der Strom für die Wärmepumpen wird zu einem speziellen Tarif abgerechnet. Die Begründung dafür ist, dass Wärmepumpen zum Netzausgleich eingesetzt werden können. Bei starker Nachfrage nehmen die Stromnetzbetreiber die Pumpen für einige Zeit vom Netz. Wie viel das sein darf ist vertraglich geregelt.

Ob dieser Preisunterschied zwischen "normalem" Strom und Strom für die Wärmepumpe auf Dauer Bestand haben wird ist ohnehin fraglich. Die Experten der Verbraucherzentrale stellen eine Angleichung der Preise für beide Stromsorten fest. Das sollten auch Interessenten von Wärmepumpen bei ihren Berechnungen in Betracht ziehen.

Da Betreiber von Wärmepumpen praktisch keine Möglichkeit haben, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln, sind sie der Preispolitik des örtlichen Versorgers ausgeliefert, kritisiert Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die Politik müsse dafür sorgen, dass ein Wechsel einfacher wird.
Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz / pgl

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