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Fehlende Dämmung ist Verstoß gegen EnEV

Ungedämmte Heizungsrohre kosten 137 Millionen Euro

22.09.2015, 08:48

Gedämmte Heizungsrohre
Die Dämmung der Heizungsrohre spart viel Energie. © EnBauSa.de/ C. Hoffmann

Eine ganze Großstadt oder rund 163.000 Haushalte könnte man mit der Energie beheizen, die in nordrhein-westfälischen Ein- und Zweifamilienhäusern verloren geht, weil Heizungsrohre unzureichend gedämmt sind: knapp zwei Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Das bedeutet unnötige Heizkosten von rund 137 Millionen Euro und einen vermeidbaren CO2-Ausstoß von gut 520.000 Tonnen.

Diese Zahlen hat die Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf zum Start ihrer Aktion "Besser heizen – Kosten regeln" vorgelegt. "Die Dämmung der Heizungsrohre ist eine von vielen einfachen und preiswerten Möglichkeiten, die Heizkosten dauerhaft zu senken", sagte Verbraucherzentralen-Vorstand Wolfgang Schuldzinski. Dennoch werde sie zu selten ergriffen: "Im Schnitt ist jeder dritte Rohrmeter im unbeheizten Bereich von Ein- und Zweifamilienhäusern gar nicht oder nicht richtig gedämmt, das zeigt die Erfahrung unserer Energieberater."

Das war bereits nach der EnEV 2009 nicht mehr erlaubt. Die Dicke des Dämmstoffs, der angebracht werden muss, muss mindestens dem Innendurchmesser der Rohre entsprechen. Die Dämmung von Heizungsrohren kann auch in Eigenleistung sachgerecht erfolgen. "Heimwerker können die Heizungsrohre selbst dämmen und danach jedes Jahr durchschnittlich 14 Euro pro Rohrmeter sparen", erklärte Schuldzinski.

Umweltminister Johannes Remmel unterstrich die Bedeutung der Verbrauchssenkung für das Klima. "Jedes einzelne Heizungssystem ist ein wichtiger Ansatzpunkt für CO2-Einsparungen und kann damit einen großen Beitrag leisten für einen effektiven Klimaschutz von unten. Die NRW-Zahlen für die Rohrdämmung zeigen, welchen Unterschied schon kleine Maßnahmen in der Summe ausmachen. Wichtig ist deshalb, dass sowohl Hauseigentümer als auch Mieter wissen, dass und wie sie ihren Energieverbrauch senken können – ob mit dem richtigen Dreh am Thermostatventil oder mit dem Austausch der Heizungspumpe." Quelle: VZ NRW / pgl

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