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Nur 28 Prozent wollen einen Aufschlag auf die Stromkosten

Umfrage: Umstieg auf Erneuerbare nur ohne Kosten

01.02.2011, 06:00

Das öffentliche Interesse am Thema Klimaschutz ist zum ersten Mal seit einem Jahr wieder gestiegen. Der aktuelle Index des Klima-Barometers, das von der co2online GmbH veröffentlicht wird, verzeichnet für das vierte Quartal 2010 einen Anstieg von 55 auf 73 Punkte, bleibt aber insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Trotz der 16. Weltklimakonferenz in Cancún im Dezember 2010 erreichte der Klimaschutz nicht die öffentliche Aufmerksamkeit, die die Konferenz in Kopenhagen 2009 ausgelöst hatte.

Ein viel diskutiertes Thema des vierten Quartals 2010 waren die erneuerbaren Energien. Ihr Ausbau wurde in der Öffentlichkeit vor allem im Zusammenhang mit der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken sowie der Strompreissteigerung diskutiert. Gefragt nach dem wichtigsten Grund für den Ausbau erneuerbarer Energien sprechen sich die Teilnehmer vor allem für die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern (39 Prozent) und für Klimaschutz (36 Prozent) aus.

Die Finanzierung der Energiewende ist jedoch für die Mehrheit der Befragten umstritten: 55 Prozent sind der Meinung, der Ausbau sollte sich ohne Subventionen finanzieren und nicht zu Lasten der Verbraucher gehen. Die Umfrage fand vor dem Hintergrund der Erhöhung der Strompreise statt, die die Energieversorger mit den gestiegenen Kosten aus der sogenannten Ökostrom-Umlage begründeten. Nur noch 28 Prozent sind bereit, den Ausbau erneuerbarer Energien durch einen Stromkosten-Aufschlag mitzutragen.

Dabei sind die Aussagen durchaus widersprüchlich. Bei der Wahl einer regenerativen Energiequelle für das eigene Heim gibt es bei den Befragten mit knapp 60 Prozent einen eindeutigen Favoriten: die Sonne. Die klare Mehrheit würde eine Solarthermie- oder Fotovoltaikanlage installieren lassen, um ihren Haushalt mit Wärmeenergie oder Strom zu versorgen. Das Heizen mit Holz oder Wärmepumpe fanden weniger Zuspruch. pgl

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