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"Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe alleine reicht zur Bewertung nicht"

Testergebnisse zu Wärmepumpen liegen vor

11.10.2010, 16:31

Sole-Wasser-Wärmepumpe
Die Jahresarbeitszahl reicht alleine nicht zur Bewertung von Wärmepumpen. Bild: Nibe

Die endgültigen Ergebnisse der Langzeittests zu Wärmepumpen stellte Marek Miara vom Freiburger Institut für Solare Energiesysteme auf dem 8. Forum Wärmepumpen vor. Die Untersuchung wurde vor kurzem abgeschlossen.

56 Erdwärmepumpen, 18 Luftwärmepumpen und 3 Wasser-Wasser-Wärmepumpen hat sich der Forscher mit seinem Team über einen Zeitraum von drei Jahren angeschaut. Die Untersuchung wurde in zwei Phasen unterteilt, nach der ersten konnten die Hersteller nachbessern. "Die Hersteller haben dazugelernt", erkläre Miara. So kam es bei Sole-Wasser-Wärmepumpen über drei Jahre zu einer Arbeitszahl von 3,9. 82 Prozent der Energie wurde für Heizzwecke verwendet, 18 Prozent für die Warmwassererzeugung. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen hat der Forscher eine Arbeitszahl von 2,9 erreicht.

"Die Debatte alleine über die Jahresarbeitszahl ist nicht richtig", betonte Miara bei der Vorstellung der Zahlen. Die Jahresarbeitszahl sei wichtig, aber nicht immer entscheidend. Es komme auf die Effizienz, also die Möglichkeit, mit geringem Aufwand viel zu erreichen, an. Wichtig sei auch die Effektivität, definiert als das Erreichen dessen, was man sich vorgenommen hat. So erreicht beispielsweise eine Luft-Wärmepumpe, die mit einer Solaranlage gekoppelt sei eine schlechte Jahresarbeitszahl, weil sie nur unter ungünstigen Randbedingungen anspringe - dann, wenn die Solaranlage nicht genug Wärme liefern kann. Effektiv sei sie aber dennoch, da sie als Heizungsunterstützung das erreiche, was gewünscht sei.

Debatten gab es auf der Tagung um die Einordnung von Wärmepumpen in der Neufassung des Marktanreizprogramms. Sollen sie in die Förderung, muss eine Fachunternehmererklärung vorliegen, die Sole-Wasser und Wasser-Wasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl von 4,3, Luft-Wasser-Wärmepumpen eine 3,7 bescheinigt. Als Basisförderung gibt es für Wärmepumpen 20 Euro pro Wohnfläche, bei Nichtwohngebäuden 20 Euro pro Quadratmeter, für Luft-Wasser-Wärmepumpen 10 Euro pro Quadratmeter. Für die Kombination mit einem Solarkollektor gibt es 500 Euro extra. Die Zielzahlen seien zu hoch, so einige Teilnehmer, bereits ab einer Jahresarbeitszahl von 2,2 nutzen Wärmepumpen Erneuerbare Energien. pgl

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