RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Heizung » Aktuelles » Artikel » Smart Home wird Kernthema für Heizungsexperten

ISH bringt neue Lösungen zum Energiemanagement

Smart Home wird Kernthema für Heizungsexperten

02.04.2013, 06:00

Grafik eines Hauses mit vernetzten Geräten
Hausgeräte finden Anschluss an Smart-Home-Lösungen. © Dimplex

Umfangreiche Lösungen zum Energiemanagement wurden auf der ISH 2013 vorgestellt. Anschluss finden Wärmepumpen über Smart-Grid-Fähigkeit künftig an virtuelle Netze, derzeit aber vor allem an Fotovoltaik auf dem Dach.

Die meisten Unternehmen der Branche haben zur ISH ihre neuen Wärmepumpen Smart-Grid-fähig gemacht. Bei Ochsner ist das komplette Produktprogramm der Heizungs- und Warmwasser-Wärmepumpen Smart-Grid-fähig. Auch Stiebel Eltron meldet, dass zur ISH 2013 alle Produkte bis auf wenige Sonderlösungen Smart-Grid-Ready sind. Dazu gehört auch die Warmwasser-Wärmepumpen-Produktpalette, die auf der Messe angekündigt wurde.

Daikin gibt an, dass alle Alterma-Wärmepumpen der neuen C-Serie Smart-Grid-fähig sind. Weishaupt hat mit den Sole-Wasser-Wärmepumpen WWP S 6 IDT, WWP S 8 IDT und WWP S 11 IDT und der Trinkwasser-Wärmepumpen WWP T 290 FW2 einen Teil der Produkte fertig für das Smarte Grid. Roth arbeitet daran, die Wärmepumpen entsprechend auszurüsten, zeigte aber im März noch keine Produkte. Man könne noch nicht sagen, wie lange die Umstellung dauern werden, so das Unternehmen. Dimplex hat die Luft/Wasser-Wärmepumpe in Split-Bauweise "Splydro" und die Warmwasser-Wärmepumpe BWP 30HS/HSD Smart-Grid-fähig gemacht.

Die Hersteller begnügen sich jedoch nicht damit, einzelne Produkte aufzupeppen, sondern wollen den Nutzen im Verbund demonstrieren. Derzeit setzen die Unternehmen aus dem Wärmepumpenbereich vor allem auf die Nutzung von PV-Strom, der teilweise bereits günstiger ist als Strom aus der Steckdose.

Eine ganze Reihe von Wärmepumpenspezialisten hat Kooperationen mit dem Wechselrichterhersteller SMA angekündigt, um PV-Strom besser für Wärmepumpen zu nutzen. So entwickeln SMA und Vaillant Lösungen, wo Strom nicht nur genutzt werden kann, um Hausgeräte zu betreiben, sondern auch in Form von Wärme in den Speicher zu stecken.

An ähnlichen Projekten arbeitet SMA gemeinsam mit Stiebel-Eltron. Dimplex hat auf der ISH ein intelligentes Regelungssystem zur Gebäudeautomation gezeigt, das zukünftig alle stromgeführten Geräte im Haus zentral ansteuern kann, in Abhängigkeit von zukünftig voraussichtlich unterschiedlich hohen Stromtarifen zu verschiedenen Tageszeiten. Das wäre die Voraussetzung dafür, dass nicht nur die Nutzung von Solarstrom vom Dach möglich ist, sondern auch die flexible Nutzung oder Einspeisung von Strom aus dem Netz.

Das Smart Eco System erlaubt neben der Ansteuerung hauseigener Wärmepumpen und Lüftungsanlagen auch das Ein- und Ausschalten von Verbrauchern wie Licht oder Waschmaschine und die eigenverbrauchsoptimierte Nutzung von PV-Strom. Das Herzstück ist die Zentraleinheit, die per Kabel an das lokale Netzwerk angeschlossen wird. Geräte, die Strom verbrauchen, können über einen Funktionsstecker in der Steckdose oder über Funk angesprochen werden. Unterstützt werden hierbei die Standards ZWave und Enocean.

Auf ein ähnliches Konzept setzt Stiebel Eltron und bietet über ein Internet Service Gateway die Steuerung und Optimierung von Lüftung und Wärmepumpe. Außerdem wird das ISG von Tecalor genutzt, um Plusenergiehäuser zu versorgen. Vorgestellt wurde das Kompaktgerät THZ für Heizung, Kühlung, Lüftung und Warmwasserbereitung in Kombination mit einer PV-Anlage.

Eine Besonderheit: Auf der ISH hat das Unternehmen die Integration in Gebäudeautomation auf Basis von KNX vorgestellt und mit Gira eine Schnittstelle zur Visualierung entwickelt. Man wolle "neben KNX IP noch weitere Schnittstellen anbieten", verspricht Michael Kruckenberg, Experte für Regeltechnik bei Stiebel Eltron.

KNX wird in der Regel von Elektroinstallateuren favorisiert, da sie damit vertraut sind, das ist jedoch oft nicht die kostengünstigste Lösung, so Günter Ohland, erster Vorsitzender des Bundesverbandes SmartHome Deutschland gegenüber EnBauSa.de. von Pia Grund-Ludwig

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner

Anzeige