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Anschaffungskosten liegen bei 30 bis 70 Euro pro Gerät

Programmierbare Thermostate sparen 10 Prozent

09.11.2012, 00:00

Mit programmierbaren Heizkörperthermostaten kann mindestens zehn Prozent der Energie, die für Raumheizung nötig ist, eingespart werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Öko-Institut in einer Untersuchung zu programmierbaren Heizkörperthermostaten.

Der Austausch auf die automatischen Geräte bietet die Möglichkeit, mit geringen Investitionen und wenig Montageaufwand die Temperatur innerhalb der eigenen vier Wände den individuellen Bedürfnissen anzupassen. Jeder Raum kann mit einer exakten Temperatur und einem einstellbaren Zeitplan geregelt werden.

"Die Bereitstellung von Raumwärme ist in privaten Haushalten für rund 70 Prozent des Endenergieverbrauchs verantwortlich", erklärt Jens Gröger, Projektleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Öko-Institut. "Eine Einsparung in diesem Bereich führt daher zu erheblichen Reduktionen an CO2-Emissionen. In einer Drei-Zimmer-Wohnung im unsanierten Altbau lassen sich mit programmierbaren Heizkörperthermostaten leicht 700 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr einsparen. Und das bei gleichzeitig steigendem Komfort."

Die Anschaffungskosten eines programmierbaren Heizkörperthermostates liegen zwischen 30 und 70 Euro pro Gerät. In Wohnungen mit schlechter Dämmung werden die Anschaffungskosten bereits nach zwei Monaten durch die eingesparten Energiekosten gedeckt. Und selbst in vergleichsweise effizienten Neubauten nach der Energieeinsparverordnung 2009 reicht eine einzige Heizperiode aus, um die Ausgaben wieder einzusparen. Ist diese Amortisationszeit vorbei, helfen die elektronischen Regler dabei, die Heizkosten nachhaltig zu senken.

In der PROSA-Studie "Programmierbare Heizkörperthermostate" entwickelten die Expertinnen und Experten des Öko-Instituts Kriterien, die programmierbare Heizkörperthermostate erfüllen müssen, um das Umweltzeichen "Der Blaue Engel" zu erhalten. Eine wesentliche zu erfüllende Eigenschaft ist, unterschiedliche Sollwerte für die Raumtemperatur an Wochenenden und Werktagen einstellen zu können. Weiteres Kriterium für den Erhalt des Blauen Engels ist eine präzise Temperatursteuerung mit einer Abweichung von maximal 1,4 Kelvin. Darüber hinaus sollten die Batterien, die für den Betrieb der Thermostate erforderlich sind, mindestens zwei Jahre laufen.

Für die Ableitung von Vergabekriterien für das Umweltzeichen "Der Blaue Engel" prüft das Öko-Institut gemäß ISO 14024, welche Umweltauswirkungen für die potenzielle Vergabe eines Klimaschutz-Umweltzeichens relevant sind. Neben dem Energieverbrauch und dem Treibhausgasausstoß werden weitere wichtige Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte analysiert wie die umweltgerechte Produktion, die Schadstofffreiheit, der Gesundheits- und Arbeitsschutz, die Reparaturfreundlichkeit oder die Recyclingfähigkeit.

Grundlage für die Kriterienentwicklung ist jeweils eine Nachhaltigkeitsanalyse mit der vom Öko-Institut entwickelten Methode PROSA (Product Sustainability Assessment). Ausgehend von einer Marktanalyse beinhaltet PROSA eine vereinfachte Ökobilanz an repräsentativen Produkten, die Berechnung typischer Lebenszykluskosten und eine Nutzenanalyse der Produktgruppe. Entlang des Produktlebensweges werden Nachhaltigkeitsaspekte untersucht, die besonderen Hot-Spots des Produktes identifiziert und daraus Vergabekriterien abgeleitet. Quelle: Öko-Institut / bba

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